Warum eine Morgenroutine wichtig ist

„Der Morgen entscheidet über den Erfolg deines Tages. So viele Menschen wachen auf und checken als erstes ihre Nachrichten, E-Mails und Social Media, ich nutze die erste Stunde des Tages für meine Morgen-Routine: Frühstück und Meditation.“

sagt Caroline Ghosn, eine sehr erfolgreiche junge amerikanische Unternehmerin (Levo League Netzwerk).  

Wie ist das bei Dir? Wie sieht dein Tagesbeginn aus?  

Hast du eine entspannte Morgenroutine oder klopfst du den Wecker jeden Morgen 10 mal auf snooze bevor du dich aus dem Bett quälst und dann alles unter erhöhtem Zeitdruck abläuft? Starten deine Tage häufig in dieser Art von Hektik, damit du nicht zu spät ins Büro oder vor deinen PC kommst? Alles in allem kein gelungener Start in den Tag, denn dein Stresslevel erhöhst du damit schon in den ersten Stunden deines Tages. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 

Ein Morgenritual gibt einem Tag die nötige Ruhe und Kraft, sowie Struktur und Ziel(e). Es kann dir helfen, die oben angeführte (oder ähnliche) Situationen zu verändern. Wenn du am Morgen gleich den Fokus für deinen Tag setzt, kannst du ihn bewusster, entspannter und produktiver gestalten, was schlussendlich deine Lebensqualität verbessert und dein Stresslevel aktiv beeinflusst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen zwar den Vorsatz haben, ihren Tag ruhiger und bewusster zu starten, oft jedoch an den einzelnen Schritten scheitern. Das Allerwichtigste dabei: 

Finde deinen ganz persönlichen Weg. 

Jeder hat seine eigenen Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen. Schließlich soll die Morgenroutine DICH motivieren. Sie muss für dein Leben machbar und nützlich sein. Deshalb habe ich ein paar Tipps und Anregungen für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen sollen, deine ganz individuelle Routine zu gestalten.  

#1 offline Schalte dein Mobiltelefon er nach deiner Morgenroutine ein. Lass‘ die Außenwelt, die Sozialen Medien, die Nachrichten mal ganz bewusst links liegen. Das lenkt dich nur (von dir) ab. Schließlich soll diese erste Stunde deines Tag NUR DIR gehören. Unterstütze dich, indem du schon am Vorabend dein Handy auf Flugmodus stellst. Am besten wäre es natürlich, das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen…aber das kannst du ja im nächsten Schritt versuchen.

#2 step-by-step Um Zeit für eine angenehme Morgenroutine zu haben, musst du natürlich früher aufstehen. Gleich eine Stunde früher den Wecker zu stellen ist nicht zielführend. Taste dich lieber im 5-10 Minuten Rhythmus heran, bis du ganz easy früher aufstehen kannst. Beobachte dabei, welches Zeitfenster deinen natürlichen Biorhythmus am besten unterstützt.  

#3 no snooze Die snooze-Taste solltest du nicht mehr benutzen, denn das ständige Aufwachen und Weiterschlafen bringt deinen Körper komplett durcheinander. Dein Gehirn kennt sich nicht mehr aus, welches Signal es an den Körper weitergeben soll. Strecke dich stattdessen nach dem ersten Wecker-Signal ausgiebig und dann zähle von 7 rückwärts. Bei 0 stehst du auf. Das wird am Anfang schwer sein, aber bleib dran und lass dich von Rückschlägen nicht frustrieren.

#4 Bett machen Gleich nach dem Aufstehen! Polster aufschütteln, Decke richten und glattstreichen. Warum? Das sind die kleinen Dinge fürs Unterbewusstsein. Du hast damit gleich deinen ersten Task erledigt und kannst innerlich einen „Tages-Erfolg“ verbuchen und zweitens ist es schön, am Abend in ein schön gemachtes Bett zurückzukehren.  

#5 ausreichend Schlaf Falls du auch zu jenen gehörst, die bei „früher aufstehen“ schwach geworden sind, möchte ich dich beruhigen. An deine geänderte Aufsteh-Zeit passt du natürlich auch die Gesamtdauer deines Schlafes an – alles andere wäre kontraproduktiv. Nur wer ausreichend viel schläft, ist fit und ausgeruht. Erwachsene brauchen zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Wenn du das beachtest und regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten einhältst, kannst sich ein natürlicher Schlafrhythmus bei dir einstellen. So findest du heraus, wie viel Schlaf du tatsächlich brauchst, um ausgeruht zu sein. Auch am Wochenende solltest du das beachten, damit sich dein Körper nicht jedes Mal umstellen muss. Denn das bedeutet Stress und beeinträchtigt die Schlafqualität.  

#6 Wasser trinken Wecke und unterstütze deinen Körper mit einem großen Glas lauwarmem Wasser. Damit füllst du die Wasserspeicher deines Körpers wieder etwas auf. Generell gilt, auch während des Tages ausreichend viel Wasser zu trinken.  

#7 Mantra und Stille Bleib in der Stille, lass das Radio aus und nimm dir 5-10 Minuten Zeit.  Vielleicht magst du dir dazu eine Duftkerze oder Räucherstäbchen anzünden. Dann denke darüber nach (in einer kurzen Meditation oder einfach nur innehalten) und schreibe dir auf, wie der Tag für dich sein soll. Worauf legst du deinen Fokus? Was willst du erreichen? Was schaffen? Erstelle dir dann ein positives Mantra, das dich über den Tag begleitet, dich motiviert und an deinen Vorsatz erinnert.⠀(wenn du dabei Hilfe brauchst, schau gerne bei meinen Montags-Mantra-Highlights auf meinem Instagram Account nach. Dort findest du jede Menge Anregungen für deine Tagesmantras). 

#8 Dankbarkeit Diese simple Übung dauert nur 5 Minuten und shiftet dein Mind-Set von Mangel auf Fülle, denn wenn dir bewusst ist, was alles da ist, wofür du (schon) dankbar sein kannst, schaust du ganz anders auf dein Leben. Schreib dir jeden Morgen 1-5 Dinge auf, für die du dankbar bist, z.B. deine Familien, deine Wohnung, dein gemütliches Bett, dein Job, deine Gesundheit, … Eventuell hilft dir für #7 und #8 ein kleines Tagebüchlein: für Mantra und Dankbarkeitspraxis immer eine Seite. Am Ende hast du eine schöne Erinnerung an dein Jahr. 

#9 Bewegung Nichts Großartiges, ein paar einfache Übungen aus dem Yoga wie zB den Sonnengruß, Dehnungsübungen, ein bis zwei Mal um den Block gehen, oder eine Turneinheit aus dem Internet/TV. Was immer dir Spaß macht. Schon 20 Minuten reichen. Warum ist das wichtig? Wir sitzen mehr als wir uns bewegen, und werden immer bequemer und träger. Unser Körper braucht aber auch Zuwendung in Form von Bewegung. Wenn wir das schon am Morgen machen, dann haben wir den ganzen Tag über das gute Gefühl, etwas für unseren wunderbaren Körper getan zu haben. 

#10 Frühstück Nimm dir Zeit dafür, zumindest eine Kleinigkeit zu frühstücken. Warm, gesund und gekocht (Porridge, Eierspeise, Baked Beans…) wäre optimal. Zwischen 7-9 Uhr hat der Magen übrigens seine stärkste Energie und Verdauungskraft, falls du deine Frühstückzeit darauf abstimmen magst. Wenn dich das näher interessiert, empfehle ich eine Ernährungsexpertin nach der TCM (Trad. Chinesischen Medizin).  

Denke daran, dass du nicht nach 100%iger Perfektion streben musst. Wenn es dir 80% der Zeit gelingt, deine Morgenroutine zu machen, bist du schon auf einem sehr guten Weg. Sei nicht zu streng mit dir (was dich wieder stressen würde!).  Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und Freude mit dem Entwickeln deiner Morgenroutine. Und sei dir bewusst, dass du damit AKTIV etwas für deine Gesundheit und dein Stress-Management machst. 

Wenn Fragen auftauchen, oder du Unterstützung brauchst, dann kontaktiere mich gerne.

Der Angst-Virus

In der großen weltweiten Aufregung rund um den Corona-Virus, hat sich still und stetig ein weiterer hinzugesellt: Der ANGST-Virus. Und er verbreitet sich genauso schnell wie sein medial omnipräsenter „Bruder“. Manche spüren die Angst nur ab und zu. Bei anderen Menschen hat sie schon so viel Seelenraum eingenommen, dass sie sie von ihrem Herzen, unserem stärksten Energiefeld, abgetrennt hat. Um mich herum nehme ich im Moment sehr viele Ängste wahr. Angst vor dem Verlust der Gesundheit, der Freiheit, der Existenz, der Zukunft, dem Tod lieber Menschen oder unserem eigenen. 

Man kann sich den negativen Nachrichten kaum entziehen, jeden Tag gibt es neue Meldungen, die verunsichern. Tagtäglich wird man zwischen Informationen und Des-Informationen hin- und hergezerrt. Kein Wunder, dass man jeden Tag mehr Verwirrung, Verunsicherung und Angst bekommt. Auf Basis dieser Emotionen sollen wir dann Entscheidungen treffen, die unser Leben oder das unserer Kinder betreffen. Was ist richtig? Was ist falsch? Die Angst, nimmt uns regelrecht das bisherige Vertrauen in unsere Entscheidungen. Was uns noch mehr verunsichert. Es ist ein Teufelskreis. 

Angst ist prinzipiell kein guter Ratgeber. 

Angst trennt uns von unserer Schöpferkraft, macht uns schwach und manipulierbar, bringt uns in eine Opferhaltung, macht uns krank, weil sie uns stresst. Bei Stress schüttet unser Körper Hormone wie Adrenalin und Kortisol aus, das wiederum regt die körpereigenen Killerzellen an, den Eindringling zu bekämpfen. In einer Akutsituation ist das sehr wertvoll. Was wir aktuell erleben, ist aber eine permanente Angst (sowie Wut, Unsicherheit, Sorge, Ohnmacht,…), die unser Stresslevel und damit auch die oben genannten Hormone stetig ansteigen lässt und chronisch erhöht hält. Das richtet sich langfristig immer gegen uns und unsere Gesundheit, denn der Körper produziert wesentlich weniger Abwehrzellen, kommt immer mehr in einen Zustand der Erschöpfung und wir werden anfälliger.

Der größte Feind unseres Körpers ist und bleibt die Angst, denn sie hebelt leise und unbemerkt wichtige Stoffwechsel- und Immunprozesse aus. 

Im Stress-Management geht es unter anderem darum, deine Angst oder andere starke Emotionen wahrzunehmen und sie bzw. die Situation, der sie zugrunde liegen, akzeptieren zu lernen. Mit diesem Bewusstsein kannst du dann daran arbeiten, eine Veränderung herbeizuführen und Schritt für Schritt deine Resilienz zu stärken. Die Definition von Resilienz ist die „psychische Widerstandskraft bzw. die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen und eine rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensumständen zu erreichen.“ Dazu gehören verschiedene Komponenten, die aufeinander bezogen und voneinander abhängig sind. Gut kombiniert, stellen sie eine starke Kraft für deine persönliche Entwicklung dar und bewirken eine machtvolle Stärkung deiner Seele, deines Wohlbefindens. Dazu gehören: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientiertheit, Achtsamkeit, Soziale Vernetzung, Selbstwirksamkeit und Zukunftsorientierung. Die meiner Meinung nach wichtigsten Säulen Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientiertheit bewegen und verändern deine mentale Stärke, dein MindSet. Achtsamkeit, Soziale Vernetzung, Selbstwirksamkeit, Zukunftsorientierung sind die Säulen, die dich im Außen, in deiner Welt gut verankern. 

Ja, unser Leben ist nicht mehr das gleiche. Wir werden auch so schnell nicht mehr dahin zurückkehren können, aber lasst uns das Beste daraus machen. 

Eine Übung, um sich der Angst zu entziehen, ist die innere Einkehr. Die Zukunft können wir nicht „erdenken“ oder vorhersagen, nur im Hier und Jetzt, im aktuellen Moment finden wir (wieder) Kraft und Vertrauen in unsere Stärke(n). In der Stille und Besonnenheit eines solchen Moments kann man in Ruhe eine andere Haltung einnehmen. Es erlaubt dir, dich von der Angst gedanklich zu lösen und auf eine andere Emotion zu fokussieren. Was haben dir die letzten 12 Monate an positiven Ereignissen/Situationen/Möglichkeiten gebracht? Und wenn du gleich „nichts“ antwortest, dann schau noch einmal genauer hin. Das müssen keine weltbewegenden Dinge gewesen sein. Auch etwas ganz Kleines kann dir Freude gemacht oder dein Leben erhellt haben. Es ist nichts Verwerfliches daran, wenn man in all dem herrschenden Chaos auch etwas Schönes für sich entdeckt, sich daran erfreut und es genießt. Wir lenken speziell in diesen Zeiten zu viel Aufmerksamkeit auf Negativität. Das ist aus Sicht der Stressbewältigung für deine Gesundheit nicht optimal. Die Konzentration auf das Gute, das Positive ist ein wichtiger Teil im Stressmanagement. Sie senkt das Kortisol und erhöht das „Glückshormon“ Dopamin. Außerdem öffnet dieser optimistische Blick auch das Tor zu deinen inneren Schätzen, zu deinem inneren Reichtum: die dir innewohnende Kraft, deine Intuition, Liebe, Vertrauen, und andere Dinge, an die du schon lange nicht mehr gedacht hast.

Es fällt mir an manchen Tagen auch schwer, mich gegen den Angstvirus abzugrenzen. Es erfordert Ausdauer und Mut. Und es braucht die bewusste Entscheidung dagegen ankämpfen zu wollen.  

Meine Anregung an dich, wenn du dich dazu in der Lage fühlst: Hilf anderen, in welcher Weise auch immer es sich für dich richtig anfühlt, ihre Angst auszubalancieren. Das kann ein Lächeln sein, eine kleine Berührung, aufmunternde Worte.  Wenn Du dabei selbst Unterstützung brauchst, dann stehe ich gerne zur Verfügung: Kontakt

Brutto-National-Glück

Heutzutage ist Glück ein wichtiges Thema, vor allem wenn man in einer so technisch und effizienzorientierten Zeit wie der unseren lebt. Viele Menschen jagen dem Glück nach, aber wenige wissen, wie sie es bekommen. Und irgendwie scheint immer zu wenig vorhanden zu sein.

Die Forschungen der Positiven Psychologie haben unter anderem ergeben, dass

50% unseres Glücks genetisch vorgegeben sind.

10% unseres Glücks sich auf „äußere Umstände“ zurückführen lassen.

40% des restlichen Glücks durch bewusste Tätigkeiten beeinflussbar sind.

Wichtigstes Prinzip bei der Glücksjagd: Nie mit anderen vergleichen. Das ist nämlich die Wurzel des Unglücks. Denn es wird immer jemand geben, der in deinen Augen besser, größer, dünner, schöner, reicher, klüger, erfolgreicher, … ist als du.

Zurück zu den 40% unseres Glücks, die wir beeinflussen können. Das Ranking:

  1. großer Freundeskreis und echte (!) soziale Kontakte
  2. Sport (für die Endorphine)
  3. Reisen
  4. Dankbarkeit (täglich nur 3 Dinge notieren wirkt unglaublich!!)
  5. Ziele: was ist WIRKLICH wichtig in meinem Leben.

Falls es jemand vermisst: GELD macht nicht glücklich. Und ich rede NICHT von Menschen, deren Existenz bedroht ist. Ich rede von Menschen, die gut situiert sind, die Wohnung, Essen, Auto, Sicherheit, Freizeit, etc. haben, die aber trotzdem unzufrieden sind und nach (noch) mehr Geld streben. In Europa (und auch andernorts) herrscht der Irrtum, dass Glück hauptsächlich etwas mit Geld, Wohlstand oder materiellem Zugewinn zu tun hat. Dabei ist mittlerweile erwiesen, dass die Freude über z.B. eine Gehaltserhöhung nach 2-3 Monaten rapide nachlässt, ja sogar fast erlischt.

Im Buddhismus wird Glück als Zustand innerer Ausgeglichenheit definiert. Glück hängt also nicht davon ab was du hast oder bist, sondern was du über dich und dein Leben denkst. Vermutlich gibt es deshalb im Königreich Bhutan das „Bruttonationalglück“ (GNH) als wirtschaftliche Einheit. Die Steigerung des GNH gilt dort als wichtigste Maxime! Schon 1974 erklärte der damalige König Jigme Singye Wangchuck, dass man dem „Gross National Happiness“ und nicht dem BIP politisch verpflichtet sei – sozusagen als buddhistische Gegenbewegung zu der in der westlichen Welt vorherrschenden Jagd nach mehr Effizienz, mehr Produktivität, mehr Profit. Jede öffentliche Investition, jede Gesetzesänderung muss sich daran messen lassen, ob sie dem Allgemeinwohl dient und nicht einer Gier nach Wachstum. Gefällt mir!

In diesem Sinne: Verbringe Zeit mit deinen Freunden, bewege dich regelmäßig, schau dir die Welt an, zelebriere Dankbarkeit und finde heraus, was wirklich zählen soll in deinem Leben.

Und vor allem: DENK DICH GLÜCKLICH.

Kopfkino

Du kannst schon wieder nicht schlafen?!

Deine Probleme und unerledigten Aufgaben kreisen unaufhörlich durch deine Gedanken? Du wälzt dich im Bett hin und her und schaust ständig auf die Uhr? Und wenn du dann endlich einschlafen kannst, läutet nach kürzester Zeit der Wecker und du bist gerädert, erschöpft und unausgeruht. Dein Start in den Tag ist mühsam, im Job bist du oft unkonzentriert und die Fehlerhäufigkeit steigt. Was unangenehme Folgen haben könnte… und schon grübelst und grübelst du, das Sorgen-Karussell dreht sich. Wie ein Helikopter umkreist man das Problem, ohne die Lösung zu sehen. Und zu allem Überfluss gesellen dann auch noch starke Emotionen wie Angst, Hilflosigkeit oder Ärger dazu.

Dass das der Gesundheit schadet liegt auf der Hand.

Unser Körper wird im Schlaf regeneriert und repariert. Wenn wir nicht ausreichend schlafen (können), leidet unser ganzes System. Und das ständige Grübeln kann (lt. einiger neurologischer Studien) oft Vorläufer einer Depression sein.

Also nix wie raus aus dem „Kopfkino“ – Aber wie?

An erster Stelle steht: Denken ändern.

Wir sind so im Strudel der oben erwähnten Gefühle (Angst, Hilflosigkeit oder Ärger), dass wir gar nicht mehr darauf achten, welche Gedanken dahinterstecken bzw. sie auslösen. In Afrika heißt es

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

In unserem Fall heißt das: Hol‘ dich raus aus deiner Negativ-Spirale. Schau genau hin, wie du denkst. Stress entsteht oft in Gedanken, denn eine Situation an sich ist neutral. Erst wie du darüber denkst bzw. dann handelst, löst Kortisol (Stresshormon) im Körper aus. Verändern sich die Gedanken, verändern sich auch die Gefühle. Wenn du dranbleibst und regelmäßig übst, kannst du nach ca. 6-8 Wochen eine positive Veränderung deines Verhaltens, deiner Gefühle bemerken.

Zweitens: Entspannung suchen.

Wir leben in einer Welt der medialen Reizüberflutung. Davon bewusst längere Auszeiten zu nehmen, kann wunderbare Effekte auf deinen Schlaf haben, weil das Gehirn nachts nicht so viel verarbeiten muss.

Drittens: bewusstes Atmen.

Wenn du bemerkst, dass dir „alles zu viel“ ist, dann mach Pause. Nur 3 Minuten können schon helfen. Schließe einfach nur die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem.

Viertens: Sorgenkiste füllen.

Schreib dir vor dem Schlafen gehen alle Aufgaben und Probleme „von der Seele“. Lege den Zettel in eine schöne Kiste, wo er sicher verwahrt ist. Am Morgen kannst du ihn dann wieder rausholen und dich mit den Themen ausgeruht und entspannt beschäftigen.

und zu guter Letzt: Grinsekatze spielen.

Unser Gehirn weiß nicht, ob du wirklich fröhlich bist, wenn du lächelst. Allein die Aktivierung der dafür notwendigen Muskulatur, löst die Ausschüttung von Dopamin (Glückshormon) aus.

Also: auf die Plätze – grinsen – Dopamiiiin.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

Nichts weckt die Erinnerung so stark wie ein Duft. Victor Hugo

Weißt du noch, wie du dich im letzten Advent gefühlt hast, als die Wohnung erfüllt war vom Duft der frisch gebackenen Kekse? Und geht es dir auch so, dass du sofort an deinen letzten Urlaub am Meer denkst, wenn du in der kalten Jahreszeit an deiner Sonnencreme riechst? Das Glückshormon Dopamin steigt nicht nur an, wenn wir etwas Angenehmes zum ersten Mal erleben, sondern auch wenn wir uns daran erinnern.  

Unser Geruchssinn hat eine direkte Verbindung zu Erinnerungen und Emotionen. Ob wir den Geruch als etwas Schönes oder Gefahr einstufen, ist eine sehr wichtige menschliche Fähigkeit. Die olfaktorische Drüse ist die stärkste Drüse des Körpers und wichtigster Helfer beim Abruf von Erinnerungen und Gefühlszuständen. Bestimmte Gerüche – wie z.B. Lavendel oder Rosmarin – entspannen das Gehirn und stimulieren Regionen, die für die Bildung von Langzeiterinnerungen zuständig sind.

Wie kannst du das für dich im Alltag nutzen?

Wir sind täglich mit so vielen Ablenkungen konfrontiert, dass die Konzentrationsfähigkeit unseres Gehirns negativ beeinflusst wird. Durch die regelmäßige Anwendung von Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, können wir diese permanente Reizüberflutung unterbrechen. Wir fokussieren unsere Aufmerksamkeit auf unseren Atem und lernen, uns wieder zu zentrieren und können mit der Zeit bewusster steuern, welchen Dingen wir Aufmerksamkeit schenken.  

Wenn wir also nun diese Atemübungen mit etwas Positivem koppeln, wie z.B. einem angenehmen Duft, dann aktivieren und knüpfen wir sozusagen ein neues neuronales Netz.

Nach einer gewissen Zeit des regelmäßigen Entspannungs-Aroma-Trainings, kannst du dann in stressigen Situationen einfach den Duft aus deinem Übungs-Setting versprühen und dein Gehirn kann – mit Unterstützung der olfaktorischen Drüse – schneller auf „Entschleunigung“ umschalten. Experimentiere mit allen möglichen Gerüchen, bis du „deinen“ Duft gefunden hast. 

Das hilft auch deinen Kindern:

Studien belegen, dass Menschen, die während der Aufnahme neuer Informationen einem bestimmten Duft ausgesetzt sind, das Erlernte besser erinnern, wenn sie dabei den gleichen Duft wahrnehmen. Man kann also die Lernsituation bzw. die Aufnahme/Konzentration verbessern, indem man mit Gerüchen (sehr wirkungsvoll ist hier z.B. Minze) unterstützt.

Wenn du noch mehr machen magst und dein Kind sich dabei wohl fühlt, kannst du auch noch den Hörsinn aktivieren, indem du leise, angenehme Geräusche aus der Natur von einer CD abspielst (raschelnde Blätter, sanft tröpfelndes Wasser, …).

 

Probiere einfach aus, was dein Kind am liebsten hat.

Verwende bei den Aromen aber ausschließlich hochwertige Produkte aus ätherischen Ölen.  

 

Welche Wirkung? 

Blumendüfte: sorgen für angenehme Träume

Lavendel / Rosmarin: Verbessern die Erinnerung, fördern die Entspannung

Kiefer: Beruhigt

Pfefferminze: Erinnerung, Konzentration, sportliche Leistungen

Mehr zum Thema Wirkung von Düften/Aromen findest Du im Internet z.B. hier

Effizienz

In fast jeder Firma wird dieses Wort irgendwann mal von dem einen oder der anderen ManagerIN verwendet, um klar zu machen, dass eine Abteilung, die Mitarbeiter, ein Prozess, ein Produkt effizienter werden muss. Meist bedeutet das, dass man weniger Geld/Personal einsetzen will, um dafür mehr Gewinn/Produktivität zu erhalten. Kurz: die Wirtschaftlichkeit (=die Kosten-Nutzen-Relation) soll stark verbessert werden. Meist geht das auf Kosten der Menschen, die zur Effizienz angehalten werden. Die müssen sich ranhalten, kurzfassen, schneller werden, 50 Sachen gleichzeitig im Auge behalten und dabei weiterhin freundlich und höflich zu den Kollegen und/oder Kunden sein. Um alles schaffen zu können, werden die Arbeitstage zwangsläufig länger, so wie auch die To-Do-Listen. Und während man telefoniert, checkt man die zahlreichen e-Mails, die noch ungeöffnet im Posteingang lauern und denkt an das nächste Meeting, das in 10 Minuten anfängt und wofür man sich eigentlich schon längst hätte vorbereiten sollen, wäre da nicht die kurzfristige Vorverlegung des Präsentationstermins beim Vorstand dazwischengekommen. *ächz*.

Ich kenne Menschen, die sich dann aber auch in ihrer Freizeit dem Effizienz-Wahn verschrieben haben: Sie packen immer mehr Action in ihr Leben, hetzen vom Brunch zum Power-Shopping (…kauf dich glücklich, du erinnerst dich?!), checken dazwischen permanent ihr Handy auf neue Infos, hören nur mehr mit einem Ohr zu, wenn man mit ihnen spricht und müssen am Wochenende sicher zu 3-4 Events oder Verabredungen. Nicht zu vergessen, dass sie vorher oder nachher oder um 23 Uhr ja auch noch „g’schwind“ das sporteln unterbringen müssen. Und so geht das immer weiter und weiter, ohne Rast und Ruh‘, bis zur Erschöpfung oder bis zum Montag, wo man dann klagt, dass man keine Zeit hatte und „fix und fertig“ ist, weil das Wochenende einfach viel zu kurz war.

Positive Effizienz

Trotzdem finde ich, dass man Effizienz auch sehr wohl positiv verstehen kann. Es geht beim Begriff „Effizienz“ ja darum, dein Handeln so zu optimieren, dass du das gewünschte Ziel auch möglichst schnell und mit wenig Aufwand erreichst. Wenn du also effizient bist, damit es Dir besser geht oder Du Zeit für deine Entspannung gewinnst, so ist das durchaus positiv zu bewerten und du ziehst daraus Nutzen für dein Wohlbefinden.

Ein paar Beispiele gefällig?

1)  Ich mach das ganz gerne auch gleich als Achtsamkeits-/Konzentrationsübung: Ich schließe die Augen und gehe im Geiste durch „meinen“ Markt, wo ich immer zum Einkaufen hingehe. Und dann schreibe ich Gang für Gang auf, was ich von dort brauche. So wird meine Zeit im Supermarkt später dann nicht zu lang. (ich liebe es nämlich, neue Produkte zu entdecken – und dann bin ich gleich mal viel länger unterwegs, als ich geplant hatte).

2)    Ich koche auch von Zeit zu Zeit gleich größere Mengen und friere sie portionsweise ein. So erspare ich mir das tägliche Kochen und habe immer etwas Selbstgemachtes im Kühlschrank – ich bin nämlich überhaupt keine Freundin von Fertigprodukten, weil 1.) viiiiel zu viel unnatürliche Dinge da drin sind und 2.) dabei viiiieel zu viel Plastikmüll entsteht.

3)    Den Weg zur Arbeit (oder Teile davon) zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.

4)    Eine ganz liebe (Ex-) Kollegin hatte unter ihrem Schreibtisch ein Mini-Bike, mit dem sie während ihrer Zeit im Büro immer fleißig strampelte.

5)    Stufen steigen statt Lift fahren.

6)    …?! *

Punkte 3-5 helfen dir, so ganz „nebenbei“ etwas für deine Gesundheit zu tun. Die „gesparte“ Zeit kannst du dann für Ruhe, Stille und Entspannung nutzen. Und nicht, dass Du glaubst, ich bin bei allem super-diszipliniert und mach das dauernd. Aber weißt du was: ich bemühe mich, so oft es geht, diese Dinge einzubauen. Und ich freu mich immer sehr, wenn es mir wieder gelungen ist.

*Vielleicht fallen dir noch weitere Möglichkeiten für positive Effizienz ein. Lass‘ es mich wissen. Bin neugierig auf deine Kreativität.

Work-Life-Balance

Zum August-Blog (24 Stunden) möchte ich noch ein Thema nachtragen: die vielzitierte Work-Life-Balance*.

Für mich war lange Zeit die gängige Definition schlüssig & gültig: Die Arbeit und das Leben in eine gesunde Balance zu bringen. Weil unsere Jobs uns immer mehr abverlangen. Immer mehr Druck und Herausforderung, mehr Leistung, mehr Effizienz, mehr Überstunden, mehr Belastung, mehr, mehr, mehr in vielen Bereichen. Stress pur. Und wenig bis keine Verschnaufpausen. Kein Wunder, dass Arbeit für viele Menschen irgendwann kein Vergnügen mehr ist und man sich nach Freizeit, Urlaub bzw. dem Leben abseits der Arbeit sehnt.

Aber ist diese Trennung Hier-Arbeit/Dort-Leben wirklich gut? Worauf ich hinaus will: Wenn wir die Zeit in der Arbeit nicht auch als Lebenszeit schätzen, dann gehen wir zwangsläufig davon aus, dass ein Teil unseres Tages nicht so wertvoll sind wie der Rest. Vielleicht empfinden wir Arbeitszeit sogar als „verschwendete“ oder „vergeudete“ Zeit unseres Lebens.

Wenn es auch nicht der Traumjob ist, so sind es trotzdem etliche Stunden unseres Lebens, die wir damit verbringen. Egal was man beruflich macht: Ich kann mich jeden Morgen dafür entscheiden, mein Bestes zu geben und mit einer positiven Haltung durch den Tag zu gehen. Wunderbarer Nebeneffekt: auf lange Frist gesehen, wirkt sich das auf das eigene Wohlbefinden (Stärkung der Resilienz) und natürlich auch auf das Umfeld (Kunden, Kollegen, Betriebsklima, …) aus und ich wage zu behaupten auch auf den Erfolg des Unternehmens. Menschen mit positiver Grundhaltung, die Freundlichkeit und Begeisterung ausstrahlen, werden ihren Teil zum Erfolg beitragen: Was Du aussendest, wird zu Dir zurückkommen.

zum Nachdenken: Wenn Du eine nette, freundliche Bedienung erfährst, wirst Du eher geneigt sein zu kaufen oder Trinkgeld zu geben, als bei einer grantig-unfreundlichen, oder?

 

Ich möchte meine Interpretation der „Work-Life-Balance“ vorstellen: Sie ist ein Plädoyer zur Wiedervereinigung von Arbeit, Leben und Zufriedenheit. Gebündelte Kraft: Arbeit ist Leben ist Freude; eine Work-Life-Force.

Jeden einzelnen Tag sieh als einzelnes Leben an – SENECA

Ich finde, das sollten wir uns zu Herzen nehmen.

Jede Stunde, jeder Tag ist kostbar und hält Geschenke für dich bereit. Öffne dein Herz und du wirst sie alle sehen können. Mach deine Welt zu einem besseren Ort mit jeder kleinen Geste der Offenheit, Freundlichkeit, Dankbarkeit, Freude, Großzügigkeit, Begeisterung, Ehrlichkeit oder einfach mit einem Lächeln.

 

 

*Die Entstehung des Begriffes geht zurück auf die Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert als durch die neuen Technologien die Verlagerung von etlichen Arbeitsplätzen in die Fabriken erfolgte und somit zu einer Trennung von Arbeits- und Lebensgemeinschaft führte (wie z.B. Bauern, Handwerker, etc.).

Wikipedia definiert:

Beim Begriff WORK_LIFE_BALANCE wird davon ausgegangen, dass (Berufs-)Arbeit („work“) etwas anderes sei und abseits passiere vom Leben („life“). Ursache für diese Einschätzung können Überforderung oder Unterforderung im Erwerbs-Arbeitsleben sein.

24 Stunden

Nach dem Wochenende oder Urlaub fällt es vielen Menschen oft schwer, wieder in den Arbeitsfluss einzusteigen: „Baaaah, meine Motivation ist gleich Null. Mich freut’s überhaupt nicht, morgen in die Arbeit zu gehen“, hört man oft. Warum ist das so? Warum sind von einem Jahr, von 365 Tagen, nur die Wochenenden oder Urlaubstage super und lebenswert? Was ist mit den restlichen Tagen des Jahres? Findet da kein Leben statt? Sind die nicht wertvoll?

SCHLAF: 8 STUNDEN

Ganz wichtig für den Körper, um auszuruhen, zu entspannen, sich für den neuen Tag zu rüsten und diverse notwendige Reparaturarbeiten durchzuführen. Haben wir viel Stress und Belastung können wir entweder nicht einschlafen oder wachen in der Nacht – meist zwischen 3 und 5 Uhr früh – auf und quälen uns durch unser Gedankenradl.

Zum Nachdenken: Wieviel Zeit schlafen wir tatsächlich? Kümmern wir uns darum, ausreichend zu schlafen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir so viel in unseren Tag packen (müssen/wollen), dass wir unseren Schlaf immer mehr verkürzen? Kein Wunder, wenn à la longue diverse Krankheiten chronisch werden und wir unausgeruht, grantig und unzufrieden sind und schon in der Früh den neuen Tag unseres Lebens genervt und demotiviert starten.

ARBEIT: 8 STUNDEN

Wenigen Menschen ist es geschenkt, ihre Berufung zu leben, den Beruf zu wählen, der ihr Herz zum Singen bringt. Die meisten von uns empfinden Arbeit als lästige Pflicht, als Notwendigkeit, als Möglichkeit, das Leben zu finanzieren. Sie „stiehlt“ Zeit, mit der man sich was Besseres anzufangen wüsste, als hier zu hocken. Wenn man es so betrachtet ist es tatsächlich frustrierend. 8 Stunden (oder mehr) in einer Umgebung verbringen und Dinge tun, die einem irgendwie lästig sind oder zumindest nicht so richtig erfüllen.

Ändern wir mal die Perspektive: Wenn wir einen Tischler beauftragen, eine Kommode zu machen, dann erwarten wir „für unser Geld“ erstklassige Arbeit. Wie würden wir reagieren, wenn das fertige Möbelstück windschief daherkäme, ohne Griffe und unlackiert? Wir wären unzufrieden und würden das Ding nicht annehmen/bezahlen. Conclusio: Wenn man etwas nicht gern tut, oder widerwillig, wie sieht das Ergebnis üblicherweise aus? Ist es fair, Geld für etwas zu nehmen, dass nicht mit vollem Einsatz gemacht und nicht wie erwartet abliefert wurde?

Zurück zu unserem aktuellen Job: Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe, heißt es. Warum also nicht in die Freude gehen? Immerhin sind es 8 Stunden unserer LEBENSZEIT. Die kann ich doch statt mit Grant und Widerwillen auch mit Spaß und Einsatz füllen. Ich kann mir jeden Tag vor Augen halten, dass ich für meine Anwesenheit auch was bekomme: Lohn, Anerkennung, Sicherheit und mich jeden Tag aufs Neue dafür entscheiden, mit Dankbarkeit und Motivation an meine Arbeit zu gehen – egal ob VerkäuferIN oder ManagerIN.

Zum Nachdenken: Dankbarkeit ist eine wichtige Haltung im Leben. Sie ändert den Dopamin-Haushalt im Körper. Dopamin ist wichtig für unser Glücklich- und Zufrieden-Sein. Wenn wir also von Unzufriedenheit in eine Haltung von Dankbarkeit gehen, ändert sich unser täglicher Zustand. Überlege Dir, wofür Du – im Zusammenhang mit Deinem Job – so richtig dankbar bist?  Was hat Dich damals bewogen, den Job anzunehmen? Hast Du nette Kollegen? Welche Vorteile bringt die Anstellung in dieser Firma? Bietet Dein Unternehmen Dir Vergünstigungen? Erfährst Du Anerkennung, ….

FREIZEIT: 8 STUNDEN

Reduzieren wir mal unsere theoretischen 8 Stunden Freizeit um die Notwendigkeiten des Alltags, die untergebracht werden müssen: zur und von der Arbeit fahren (hoffentlich ohne Stau oder lange Wartezeiten auf Bus, Bim, S-Bahn), einkaufen, Kinder bringen/abholen, kochen, essen, sauber machen, Wäsche waschen, bügeln, Hygiene morgens und abends (duschen, Zähne putzen,…), an- und ausziehen morgens/abends, etc. – geschätzt macht das ungefähr 4 Stunden, bleiben 4 Stunden über. Dann noch Sport, Freunde treffen, Buch lesen, Kino, Fernsehen, …

Das geht sich dann schon recht bald mit den 4 Stunden irgendwie nimmer so gut aus und schon reduzieren wir unseren Schlaf, damit wir alles unterbringen.

Zum Nachdenken: Womit verbringen wir unsere Freizeit? Eine Studie hat folgendes ergeben: Mediennutzung 2017 pro Tag: 13 Stunden 14 Minuten, davon 1/3 für Smartphone-Nutzung (das sind über den Tag verteilt rd. 4 Stunden!). Vor dem TV verbringen Europäer täglich rund 186 Minuten täglich (ca. 3 Stunden). Das sind hochgerechnet in etwa 10 Lebensjahre. Im Durchschnitt surfen wir täglich mehr als 1 Stunde im Internet oder in den sozialen Netzwerken.

Vielleicht wäre eine Stunde NICHTSTUN pro Tag eine mögliche Alternative: Innehalten, Ankommen, Sich wahrnehmen. Oder einen Tag mal ohne Radio, Zeitung-, Internet oder Fernseher: Ruhe und Stille, statt noch mehr Reizüberflutung und Action.

 

Zum Abschluß:

Natürlich ist die 8-Stunden-Drittelung für die meisten Menschen so nicht gegeben. Oft ist es ganz anders aufgeteilt. Aber darum geht es mir hier in erster Linie auch gar nicht. Mein Anliegen ist, dass man sich wieder bewusst ist, wie man seine Tage verbringt und dass jeder einzelne Tag LEBENSZEIT darstellt, die man gestalten kann.

Das Leben findet nicht nur während der jährlichen 5 Wochen Urlaub und der 52 Wochenenden statt.

Über das Verurteilen

Manchmal ist es um mein Selbstbewusstsein nicht sehr gut bestellt.  Ich fühle mich gar nicht liebenswert und „wunderbar“, sondern klein und unscheinbar, durchsichtig und verletzlich.

In solchen Momenten ertappe ich mich dabei, wie ich in Gedanken und Gesprächen über andere Menschen und deren Verhalten urteile: 

Die ist ja soooo unflexibel / Der hat sein Leben echt nicht im Griff / Wie kann man nur so xxxx sein (beliebig viele Begriffe einsetzbar von A wie ängstlich bis Z wie zornig)! / Die Leut‘ sind so egoistisch, dumm, unmoralisch, …

Das katapultiert mich auf eine eigenartige Weise aus meinem Gefühlstief. Plötzlich fühle ich mich „überlegen“. ICH bin ja so viel besser drauf, habe alles viel besser im Griff, bin so viel cooler, ICH bin gaaaaanz anders…

Dann hat mich eine harte Erkenntnis gestreift: Je mehr ich mich mit meinen Gedanken und Worten über andere erhoben habe, umso kleiner war ich in dem Moment. Ich habe mir meine eigene Großartigkeit wieder zurechtzimmern müssen, indem ich andere verurteilt und für mich „verkleinert“ habe. Ich war ernüchtert und beschämt.

In Wahrheit ist niemand ist besser (klüger, größer, schöner, cooler, …)  als der andere. Uns verbindet doch viel mehr, als uns trennt. Wir haben andere Sichtweisen, andere Lebensmodelle. Und wer darf sagen, was richtig(er) oder gar besser ist? Darf ich den eigenen Maßstab bei anderen anlegen und sie dann verurteilen, weil sie meinen Werten und Ansichten nicht entsprechen? Jeder von uns hat seinen Weg und seine Bestimmung auf dieser Welt, also sollte er so leben dürfen, dass er erfahren kann, was er hier auf Erden zu erfahren gewählt hat.

Wenn wir uns mehr um uns selbst kümmern und den andern lassen, wie er ist, dann haben wir auch weniger Grund uns aufzuregen. Und ehrlich: was Dich beim anderen so stört, ist doch in Wirklichkeit das, was Du bei Dir nicht siehst oder sehen willst. Wie ein Spiegel reflektiert dieser Mensch deine „blinden Flecken“. Wenn also das nächste Mal z.B. ein „So ein Besserwisser“ durch deine Gedanken huscht, dann frage Dich, ob Du nicht selber auch solche Tendenzen hast. Unsere innere Einstellung manifestiert sich im Außen. Umso größer sollte unser Ansporn sein, eine wertschätzende Haltung einzunehmen. Wir kämen ohne Bekehrung oder Missionierung aus, träten uns auf Augenhöhe entgegen und jedes Gespräch würde eine respektvolle Schwingung bekommen.

Statt andere zu bewerten, darf die Liebe zu mir selbst im Vordergrund stehen und ich kann mich respektvoll und achtsam für mich und meine Grenzen einsetzen.

Am Ende der Zeit erreichen wir alle das selbe „Level“ an Göttlichkeit. Der eine auf diese, die andere auf jene Art. Aber unser aller Weg führt zu einem gemeinsamen Ziel.

 

Plastikplage

Vor kurzem kam ich auf dem Nach-Hause-Weg an einer sehr ansprechenden Auslage vorbei: „Alltag ohne Plastik“ stand da.

Geht das denn?

Ich bin also in das Geschäft rein („Sonnengrün“ – 2., Hollandstrasse 12), denn ich war neugierig, was es denn dort so alles zu entdecken gibt und bin mit der Inhaberin ins Gespräch gekommen.

Elisabeth Sonnleithner erzählt, dass Plastik aus unserem Alltag einfach nicht mehr wegzudenken ist. Oft ist es zwar nützlich und lange im Einsatz, aber wir verwenden leider auch eine Unmenge an Wegwerf-Plastik und verschwenden damit wichtige Ressourcen. Oft ist es uns auch gar nicht bewusst, dass sich Plastik in vielen Produkten befindet – in Zahnpasta, im Gesichtspeeling oder im herkömmlichen Schwammtuch. Plastik ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Das Problem daran: Plastik verrottet nicht. Es zerfällt nur in immer kleinere Teilchen und das erst nach hunderten von Jahren*.

Sogenanntes Mikro-Plastik, das sich in vielen Kosmetikartikeln versteckt, ist zu klein, um gefiltert zu werden und gelangt so in Flüsse und Ozeane. Die schrecklichen Folgen davon sind mittlerweile bekannt.*  

Mit „Sonnengrün“ gibt es eine Alternative und die Möglichkeit, plastikreduzierter den Alltag zu bewältigen. Man kann den eigenen Konsum umstellen, um weitgehend plastikfrei leben, insbesondere durch die Vermeidung von Wegwerf-Plastik.

Zugegeben: es ist wirklich nicht einfach von jetzt auf gleich alle Produkte wegzulassen, die Plastik beinhalten oder in Plastik verpackt sind. Das grenzt fast schon an Utopie. Aber sich Stück für Stück vom Plastik zu befreien und wesentlich bewusster zu agieren ist sehr wohl möglich.

Ich war sehr inspiriert und die vielen nachhaltigen und innovativen Produkte haben mich begeistert. Meinen Einkauf habe ich übrigens im mitgebrachten Stoffsackerl heimgetragen ;).

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die einen Unterschied machen. Wir haben es in der Hand.

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*PLASTIKMÜLL UND MIKROPLASTIK IN UNSEREN MEEREN

Sehr viele Meeresbewohner fressen Plastik in großen Mengen, weil sie es für Futter halten und verenden daran qualvoll.  So wie z.B. der unlängst in Thailand angeschwemmte Grindwal, der 8 kg (!) an Plastiksackerln im Magen hatte. Oder es verheddern sich Delfine, Meeresschildkröten, Robben etc., in herrenlosen Fischernetzen oder ähnlichen Materialien.

„National Geographic“ hat geschätzt, dass bis zu 18 Milliarden Plastikteile jährlich in unseren Ozeanen landen. Bis sich Plastikmüll auflöst, vergehen im allerbesten Fall 450 (!) Jahre. Bis dahin richtet er enormen, nicht wieder gutzumachenden, ökologischen Schaden an. 700 Meerestierarten sind davon betroffen – viele stehen vor dem Aussterben. Plastik ist schon als Ablagerung auf dem Meeresboden und auf den Eisschollen der Arktis entdeckt worden. Oder als „bunter Strand“ an den Küsten  Osterinseln.

Mikroplastik entsteht nicht nur durch den Zerfall von Kunststoff durch UV-Sonnenlicht-Strahlen. Es wird auch von der Industrie in Güter des täglichen Gebrauchs eingearbeitet wie z.B.: Kosmetika, Zahnpasta, etc. und gelangt auch durch den Verzehr von Meerestieren wieder zurück in unseren Organismus. Man kann sich die Folgen für uns Menschen ausrechnen (oder zum Beispiel hier nachlesen.)

Sehr bewegend zum Thema Plastik und seine Auswirkungen auch Werner Bootes Film „Plastic Planet“ .

Wir sollten die Ozeane und ihre Bewohner schützen. Aus Respekt – weil sie Teil unseres Lebensraumes sind und wunderschön. Wir haben nur diese Erde und wir sollten verdammt noch mal besser auf sie aufpassen.

Es ist höchste Zeit. Lasst uns bei uns selbst beginnen.

 

Wir haben keinen PLAN(ET) B!

 

 

Wer sich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte, dem habe ich hier ein paar wenige LINKS zusammengetragen – im Internet findet sich dazu noch sehr viel mehr:

Lebensmittel- und Drogerieläden in Wien, wo auf Plastik- und sonstige Verpackung (weitgehend) verzichtet wird: http://mutmacherei.net/plastikfrei-einkaufen/

Nachfüllbar: Waschen und Putzen ohne Chemie und Müll

Blog: Top10-die-beliebtesten-plastikfreien-online-shops

Plastikfrei leben: 10 Tipps/

80 Tipps & Tricks – Plastikfrei Leben ohne Müll

87 Tipps für dein Leben ohne Plastik

Nachhaltiges Engagement in Österreich

Greenpeace Österreich

Global2000

Iamgood

Stofftaschen Bio & Fair

Film „Plastic Planet“

Ocean Cleanup Project _ Start Sept.18

 

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Anmerkung:

Ich bekomme keine Provision oder habe sonst irgendeinen Vorteil von diesem Blogartikel. Dieser Text entstand aus dem tiefen Wunsch heraus, Initiativen FÜR unseren Planeten zu fördern.