Stress und Schlaf

Heute ist internationaler Tag des Schlafes und deshalb geht es heute um das wichtige Thema Schlaf bzw. Schlafstörungen.

Für den (hoffentlich erholsamen) Schlaf ist unser Nacht- bzw. Ruhenerv, der Parasympathikus aus dem vegetativen Nervensystem (LINK ab April), zuständig. Er sorgt als Gegengewicht zum Sympathikus (Tag-Nerv) dafür, dass die durch Stress verursachte Alarmbereitschaft im Körper wieder heruntergefahren wird: Muskeln entspannen, Atmung beruhigen und tiefer werden lassen, Puls und Blutdruck senken, zur Ruhe kommen, einschlafen. Zusätzlich reguliert er unsere Verdauung, kümmert sich um diverse Reparaturen im Körper und notwendige Zell-Erneuerungen. Deshalb ist ausreichender (7-8 Stunden), entspannender Schlaf so wichtig und notwendig. Der moderne Mensch allerdings ist dabei, seinen Schlafanteil immer mehr zu reduzieren, macht die Nacht zum Tag, isst zu spät oder lässt sich bis nach Mitternacht noch von diversen Medien wachhalten. Erschwerend kommt hinzu, dass wir den Sympathikus bewusst abschalten müssen, damit der Parasympathikus überhaupt eine Chance hat.

Die Schlafgewohnheiten der ÖsterreicherInnen hat eine große repräsentative* Online-Umfrage der MedUni Wien im Jahr 2018 abgefragt.

Das spannende Ergebnis der Forscher:  Im Vergleich zur Studie im Jahr 2007 gibt es eine deutliche Zunahme an Schlafproblemen:

30 % der Befragten haben regelmäßige Einschlafstörungen (2007 waren es „nur“ 6 %).

51% leiden an Durchschlafstörungen (2007 waren es 26%)

Die Ursachen sind selten Angst oder Schmerzen, meist ist es eine innere Unruhe, nicht entspannen können, Grübeln oder Probleme wälzen.

Schlafstörung

–> Einschlafproblem: regelmäßig nachts länger als 30 Minuten zum Einschlafen benötigt.
–> Durchschlafstörung: nachts öfter „grundlos“ aufwachen und sich herumwälzen.

Sorgen soll man nicht ins Bett mitnehmen. – Ovid

Wenn wir uns tagsüber bzw. vor dem schlafen gehen keine Zeit nehmen, das Geschehen & die Reize des Tages zu verarbeiten, dann kommt es in der Nacht dazu. Die Folge sind dann eben Einschlafschwierigkeiten oder unerwünschte Wachphasen – meist zwischen 3-5 Uhr früh. (siehe auch hier: Lungenmeridian)

Regelmäßig unausgeschlafen zu sein, belastet unseren Körper und sollte nicht einfach abgetan werden: Abgesehen von Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Gereiztheit kann das z.B. auch zu diversen Erkrankungen (LINK ab Juni) führen. Trotzdem nehmen nur 16 % der Betroffenen medizinische Hilfe in Anspruch. Entspannungsübungen oder abends ein Lavendelbad können dich dabei unterstützen, deinen Schlaf zu verbessern.  Ich empfehle dir auch, deinen Tagesablauf bewusst zu betrachten und dein Stressverhalten bzw. -level zu erkunden. Machst Du genug Pausen? Nimmst du dir Zeit zum Durchatmen? Kümmerst Du dich um entspannende Ruheinseln am Abend?

Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Deinen Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT

*Sample-Größe: 1.037 Personen in ganz Österreich im Alter von 18 bis 65 Jahren

 

Foto: alexandra-gorn-smuS_jUZa9I-unsplash
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Stress entsteht im Gehirn

Die 3 Hauptteile des Gehirns, in denen Stress entsteht, sind der 1) Hirnstamm, 2) das Limbische System mit Thalamus, Hypothalamus, Hippocampus und Amygdala, sowie 3) das Stirnhirn (Großhirnrinde):

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1) Eine bedrohliche Situation wird über unsere Sinnesorgane aufgenommen und zunächst an den Hirnstamm geleitet. Man nennt diesen sehr alten Teil unseres Gehirns auch Reptiliengehirn. Er steuert wichtige Lebensfunktionen wie Atmung und Herzschlag und reagiert instinktiv.

2) Im Limbischen System (Gefühlshirn; gürtelförmig um Hirnstamm gruppiert), nimmt der Thalamus die erste Bewertung der eingehenden Reize vor. Die Amygdala (Mandelkern) ist Sitz unserer Emotionen (speziell der Angst) und nimmt somit eine wichtige Position beim Stressgeschehen ein. Der Hypothalamus regelt Dinge wie Hunger, Durst, Wasserhaushalt oder Körpertemperatur.

3) Das Großhirn/Denkhirn ist (entwicklungsgeschichtlich) der jüngste Hirnteil. Es kann Bewertungen vornehmen. Dazu wird auf im Hippocampus abgespeicherte Erinnerungen und Erfahrungen zurückgegriffen. Und es besitzt die Fähigkeit anhand von Hinweisen noch nicht eingetretene Gefahren in der Vorstellung vorwegnehmen (antizipieren).

 

Als Gefahr werden jene Situationen bewertet, die Erinnerungen an ähnliche, vergangene Situationen wachrufen, in denen man sich hilflos oder unsicher gefühlt hat, einer Aufgabe nicht gewachsen war oder Angst hatte. Hat das Großhirn diesen Zusammenhang hergestellt, wird die Stressreaktion in Gang gesetzt.

„Chronischer Stress“ entsteht, wenn der Körper über einen längeren Zeitraum zu großen Belastungen ausgesetzt ist. Die Betroffenen sind sich zum Teil gar nicht bewusst, dass sie unter zu großem Stress leiden. Wenn Stress aber zu einem Dauerzustand wird, braucht der Körper länger als gewöhnlich, um wieder den Normalzustand zu erreichen. Dadurch wird das natürliche Gleichgewicht des Körpers gestört. Der Körper „speichert“ das Stressniveau als „Normalzustand“ ab und Stress wird dann zur Droge, die der Körper benötigt, um sich vermeintlich wohl zu fühlen. Wir entwickeln eine Sucht nach Adrenalin und Kortisol.

Unsere gesamten Kraftreserven werden vom Stress verbraucht und viele wichtige  Körperfunktionen leiden: Die Verdauung läuft auf Sparflamme und der Körper wird nicht optimal mit Nährstoffen versorgt. Das ist der Beginn eines gefährlichen Teufelskreises, der später zu einem Burnout-Zustand führen kann.

Stress an sich ist nicht das Problem, solange immer wieder ausreichend Ruhe- und Erholungsphasen eingebaut werden. Forschungen haben ergeben, dass ein gesunder Organismus rund 100 Minuten braucht, um alle Stresshormone (LINK) abzubauen und die Stressauswirkungen zu neutralisieren.

Wie ist das denn in deinem Leben? Was sind deine persönlichen Stresssituationen? Gehen diese fließend ineinander über oder hast du dazwischen tatsächlich auch immer wieder die o.a. 100 Minuten zur Regeneration?

Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Deinen Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT

 

Foto: david-matos-xtLIgpytpck-unsplash

Stress

Es gibt kaum ein Wort in unserer modernen Gesellschaft, dass so oft gebraucht wird wie >STRESS<. Aber was genau bedeutet Stress eigentlich und wie entsteht er? Dieses Jahr widme ich mich in meinen Blog-Beiträgen dem Thema Stress und seinen vielen Facetten. Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Dein Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT.

 

Heutzutage sagen ja viele Menschen, sie seien gestresst. Mittlerweile verdrehen viele schon die Augen, wenn es um das Thema geht. Manchmal zu Recht, denn der Begriff wird auch sehr oft missbräuchlich verwendet und muss für etliche Dinge herhalten. Jeder Mensch versteht natürlich etwas anderes darunter, wenn er sagt: „Ich bin gestresst“. Das ist mitunter ein Problem. Denn manchmal wird Stress zum Statussymbol, weil es besser klingt, als gelangweilt zu sein oder nix zu tun zu haben. Schließlich dreht sich unsere Welt ja immer schneller und verlangt nach immer mehr Effizienz und Leistung. Stress wird in manchen Fällen auch vorgeschoben, um sich vor Verantwortung zu flüchten oder sich nicht mit einem Thema / Menschen auseinanderzusetzen zu müssen. Manchmal muss er auch als Ausrede für nicht erfolgte oder nicht ausreichende Leistungen herhalten.

Unbestritten ist jedoch, dass STRESS zu den größten gesundheitlichen Bedrohungen unserer modernen Gesellschaft zählt. Die WHO spricht sogar von DER Seuche des 21. Jahrhunderts. Im Jahr entstehen -lt. WHO- der Weltwirtschaft Kosten in Höhe von rund 850 Milliarden Euro wegen psychischer Gesundheitsprobleme. Tendenz leider steigend.

Und es ist ja auch kein Wunder. Alles wird immer schneller und schneller. Kaum mehr Zeit zu schnaufen. In meiner Jugend ging es noch viel gemächlicher zu. Wir hatten noch echte Muße-Zeiten. Mir kommt vor, das ist komplett verloren gegangen. Immer gibt es irgendwas zu checken, zu erleben, zu erledigen: „permanent entertainment“. Niemals wirkliche Ruhe, ständig prasselt irgendein Reiz auf uns ein.

Der Begriff Stress wurde durch den österr./kanadischen Arzt und Biochemiker Dr. Hans Selye in den 1940er Jahren in die Medizin eingeführt. Er bezeichnete damit ganz allgemein die Auswirkungen von Belastungen auf lebende Körper. Stress ist also die körperliche Antwort von allen Lebewesen auf Veränderungen der Lebensbedingungen oder des Umfeldes.

Aber auch auf positiven Stress (Eustress) reagiert der Körper und benötigt Ruhephasen. Auf der körperlichen Ebene ist es nicht relevant, ob wir eine Situation als positiv oder negativ einstufen. In China z.B. gilt auch die übergroße Freude als Möglichkeit aus der Balance zu geraten. Prinzipiell ist Stress nichts Schlechtes. Er verhilft uns kurzfristig zu Höchstleistungen – aber als Dauerzustand gefährdet er massiv unsere Gesundheit.

Stress ist nicht nur ein Produkt unserer Zeit. Auch in früheren Epochen haben Hunger, Krieg, Flucht, Umweltkatastrophen, etc. Stress ausgelöst. Die Auslöser heute sind natürlich andere und auch die Möglichkeiten, damit umzugehen haben sich verändert. Die Wahrnehmung, Bewusstheit und Akzeptanz in der Gesellschaft spielen selbstverständlich auch eine wichtige Rolle bei den Betroffenen.

Stress entsteht, wenn viele Veränderungen unseres Lebens oder der augenblicklichen Situation in kurzer Zeit erfolgen. Zu schnell für das Eintrainieren einer neuen Verhaltensweise (Stressbewältigung nach Lazarus). Wenn wir das Gefühl haben, unsere bisherigen Bewältigungserfahrung reichen nicht aus. Und wenn es zu einem Kontrollverlust über das eigene Leben kommt und/oder kein Ende ersichtlich ist.

Was löst Stress – in welcher Form auch immer – in uns aus? Warum hat uns die Natur dieses Reaktionsmodell mitgegeben? Stressreaktionen sind Schutzreaktionen vor Gefahren. Damit wir als Individuum und als Art überleben können.

Mehr dazu im nächsten Beitrag. Stay tuned.

 

 

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TCM Organuhr – Teil 13 – SANJIAO

WORDRAP:

ELEMENT: Feuer

SYMBOLIK: Vernetzung von Körper, Seele, Geist

JAHRESZEIT: Sommer

FARBE: rot

GESCHMACK: bitter

TAGESZEIT: 21-23 Uhr

In dieser Zeit hat Sanjiao, der Dreifach-Erwärmer, seine stärkste Energie. Unser Immunsystem läuft jetzt auf Hochtouren.

Funktion medizinisch/symbolisch: Der Sanjiao ist in der westlichen Anatomie unbekannt. In der fernöstlichen Heillehre beschreibt er drei ‚Brennkammern‘, die die innere Quelle von Lebensenergie darstellen und mit seiner Funktion alle Organe unterstützt. Die obere Brennkammer beherrscht die Brust, bezieht ihre Energie aus der Atmung und steht in enger Beziehung mit den Meridianen Lunge und Herz. Die mittlere Brennkammer befindet sich im Bauchraum, erhält ihre Energie durch die Nahrung und hat dadurch eine enge Kooperation mit den Meridianen Magen und Milz. Die untere Brennkammer befindet sich im Beckenraum, erwärmt den Körper allgemein, hält ihn lebensfähig. Die Energie liefert der Nieren-Meridian. Der Dreifach-Erwärmer regelt das Zusammenspiel der drei Brennkammern für unsere körperliche und seelische Abwehrfähigkeit.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch: Der Dreifach-Erwärmer bekommt seine Kraft vom Perikard- und Nierenmeridian. Wenn diese Teile des Leitbahnsystems erschöpft sind, kannst du zur Sanjiao-Zeit nicht zur Ruhe finden. Dein Kopfkino lässt dich nicht einschlafen.

Hast du oft das Gefühl, dass Bereiche deines Körpers unterschiedliche Temperaturen haben? Hast du an deinem Körper kalte bzw. heiße Stellen (Füße, Hände, Kopf – mitunter auch alles gleichzeitig unterschiedlich temperiert) und leidest du an wechselnden Beschwerden wie Hitzewallungen und Kältegefühlen? Ist ein normaler Schnupfen bei dir mit einem extrem starken Krankheitsgefühl gekoppelt?

Treten Krankheiten oft in 2 Bereichen gleichzeitig auf wie z.B. Reizhusten und Blasenentzündung, oder kämpfst du ständig mit Mittelohrentzündungen oder gar Hörsturz/Tinnitus, wenn du großen Stress hast?

Kannst du dich in jede Richtung frei bewegen oder gibt es da Bewegungseinschränkungen bei Drehungen, etwa in der Schulter, Hüften oder Wirbelsäule?

Lebst du in einem Gefühl des Abgeschnittenseins, fehlender Vernetzung nach außen oder Kontaktarmut?

Maßnahmen:

  • Sorge für Bewegung, damit die Energie sich gut verteilen kann: Sport, Spazierengehen, Radfahren, Tanzen, Yoga, Qi-Gong, Feldenkrais, …
  • Massagen helfen, den Energiefluss anzuregen.

 

Partnerorgan: Die Milz (9-11 Uhr) ist zur Sanjiao-Zeit energetisch am schwächsten. Es kann auch an einer energetischen Disharmonie des Milzmeridians liegen, wenn du nicht einschlafen kannst. (Nachzulesen hier: Milz)

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

TCM Organuhr – Teil 12 – BLASE

WORDRAP:

ELEMENT: Wasser

SYMBOLIK: Neuorientierung

JAHRESZEIT: Winter

FARBE: schwarz, blau

GESCHMACK: salzig

TAGESZEIT: 15-17 Uhr

In dieser Zeit hat die Blase ihre stärkste Energie. Wir fühlen uns energiegeladen und bereit für den Rest unseres Tages. Blutdruck und Kreislauf haben in der Blasenzeit erneut ein Maximum. Das Langzeitgedächtnis ist nun ebenfalls am leistungsfähigsten. Deshalb ist der Nachmittag eine sehr gute Zeit, um zu lernen oder Gelerntes zu wiederholen.

Funktion medizinisch: Die Blase ist ein dehnbares Hohlorgan, in dem Urin zwischengespeichert wird. Willentlich wird sie von Zeit zu Zeit geleert (Miktion). Ihr maximales Fassungsvermögen reicht von 900 – 1.500 ml.

Funktion symbolisch: Wertvolles filtern, Unbrauchbares loswerden, Weg nach innen, Basis für Selbstsicherheit, Frei von Ängsten, Nervosität.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch: Zur Blasenzeit fühlst du dich energielos und schwach statt aufgeladen. Du hast häufigen Harndrang und leidest unter leichter Inkontinenz, wenn du Angst hast, erschreckt wirst, hustest oder lachst. Männer haben Probleme mit der Prostata (hier auch Meridiane Leber und Niere beachten!). Beim Urinieren verspürst du ein Brennen. Du hast häufig kalte Füße und oft Entzündungen oder Krämpfe der Harnwege, Harnwegsinfekte.

Außerdem hast du immer wieder Rückenschmerzen – besonders im Bereich Lendenwirbelsäule – meist zusammen mit Blasenproblemen. Oder Nackenprobleme, Zugempfindlichkeit, allergische Augenprobleme sowie Wassereinlagerungen und Bindegewebsschwäche.

Psychologisch leidest du sehr unter mangelndem Selbstvertrauen, Misstrauen oder Eifersucht.

Falls dir die vorderen 4 Schneidezähne (im Bild orange) sowohl im Ober- als auch Unterkiefer immer wieder Probleme bereiten, könnte das auch ein Anzeichen für eine Schwäche der Blase (bzw. Niere) sein.

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Quelle: http://www.schule-bw.de

Maßnahmen:

  • Trinke generell über den Tag verteilt – speziell aber zur Blasenzeit – ausreichend, aber nicht zu viel, weil sonst wertvolle Mineralien ausgeschwemmt werden. Check deinen Wasserbedarf hier: Dein Wasserbedarf
  • Beckenbodentraining kann helfen, die Blase zu stärken: mehrmals täglich einige Minuten den Dammbereich anspannen, so als ob du den Harndrang verkneifen wolltest.
  • Anerkenne sämtliche Erfolge und Leistungen in deinem Leben. Mach dir immer wieder bewusst, was du schon alles geschafft und erreicht hast. Welche Stärken und Qualitäten hast du? Was kannst du ganz besonders? Verändere deine Körperhaltung, gehe aufrecht und „stolz“, das stärkt zusätzlich deine Selbstsicherheit.

 

Partnerorgan: Die Lunge (3-5 Uhr) ist zur Blasenzeit energetisch am schwächsten. Es kann auch an einer Schwäche/Störung des Lungen-Meridians liegen, dass du dich zwischen 15-17 Uhr schwach und nicht leistungsfähig fühlst. (Nachzulesen hier: Lunge)

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

TCM Organuhr – Teil 11 – DICKDARM

WORDRAP:

ELEMENT: Metall

SYMBOLIK: Körper und Seele reinigen, Gleichgewicht

JAHRESZEIT: Herbst

FARBE: weiß

GESCHMACK: scharf

TAGESZEIT: 5-7 Uhr

In dieser Zeit hat der Dickdarm seine höchste Energie. Er ist stark durchblutet und Blutdruck und Konzentration sind am Tiefpunkt.

Funktion medizinisch: Resorption von Salz und Wasser, vor allem im Colon ascendens, wo der Wassergehalt der Nahrungsreste von etwa 1 L auf 100-200 ml reduziert wird. 80-90 % des Wassers und nahezu die gesamten Elektrolyte (Natrium, Kalium, Chlorid) werden vom Dickdarm ins Blut aufgenommen. Drüsen in der Darmwand sondern Schleim ab, der die Nahrungsreste gleitfähig macht.

Funktion symbolisch: entlasten, entleeren, reinigen, Ballast loswerden, Loslassen und Festhalten in Balance, körperliche und geistige Reinigung.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch: Der Dickdarm liebt die Regelmäßigkeit und gerät durch Abweichungen (ungewohnte Umgebung, geänderter Zeitrahmen, Schlingen beim Essen,…) aus dem Takt. Jede Abweichung bringt Unruhe. Die Folgen sind jede Art von Verdauungsproblemen wie Bauchweh, Bauchgrummeln, Blähungen, Verstopfung, Durchfall…

Du leidest eventuell unter Infektanfälligkeit, ständig trockener Nasenschleimhaut, an Hautproblemen (besonders Unreinheiten), an übelriechendem Schweiß oder sogar Autoimmunerkrankungen.

Auf psychischer Ebene bist du entweder übermäßig sparsam, habgierig oder verschwenderisch, hast einen Reinlichkeitsfimmel oder Messie-Tendenzen. Du kannst dich schwer bis gar nicht aus einer eingefahrenen Lebenssituation befreien, hältst an Belastendem fest, obwohl du „die Nase voll“ hast.

Zähne: Wenn dir die 4er & 5er (im Bild türkis) sowohl im Ober- als auch Unterkiefer immer wieder Probleme bereiten, könnte das auch ein Anzeichen für Schwäche des Dickdarms (oder der Lunge) sein.

Screenshot 2018-12-19 19.05.42
Quelle: http://www.schule-bw.de

 Maßnahmen:

  • Sanftes Aufwachen am Morgen: nimm dir Zeit zum Ankommen in den Tag.
  • Beleuchte deine Gewohnheiten? Trinkst du viel Kaffee oder Alkohol? Rauchst du?Liebst du Süßigkeiten? Wieviel Wasser trinkst du täglich? (dein Wasserbedarf). Wieviel Fleisch, Fett, Fastfood, Fertiggerichte sind auf deinem Speiseplan? Nimmst du dir Zeit für deine Mahlzeiten? Oder schlingst du hektisch während du anderes nebenher tust? Vielleicht magst du einige Tage deinen Darm schonen und pflegen und auf tierisches Eiweiß oder Kaffee, Alkohol, Zucker oder Fett verzichten (oder alles auf einmal 😉) und gesunde Alternativen zu dir nehmen. Diese Enthaltsamkeit ist eine wunderbare Übung im Loslassen, öffnet Seele und Geist für Neues und verändert deine Energie.
  • Gönne deinem Darm Ruhe, Zeit und Entspannung beim Essen. Essen ohne Ablenkung oder Hektik.
  • Wenn du dich gerade nicht aus einer schweren Lebenssituation befreien kannst, dann schreibe deine Gedanken auf. Lass alles aus dir fließen und werde danach das Papier irgendwie rituell los (verbrennen, zerreißen,…).  Das kann dir Klarheit, Sicherheit, oder eine neue Perspektive bringen.
  • Trinke zur Reinigung am Morgen auf nüchternen Magen ein Glas lauwarmes Wasser.

Partnerorgan: Niere 17-19 Uhr. Bei Verdauungsproblemen kann es auch an einer Störung des Nieren-Meridians liegen. (Nachzulesen hier: Niere)

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

TCM Organuhr – Teil 10 – LUNGE

WORDRAP:

ELEMENT: Metall

SYMBOLIK: Vorbereitung für den kommenden Tag, aufnehmen, loslassen

JAHRESZEIT: Herbst

FARBE: weiß

GESCHMACK: scharf

TAGESZEIT: 3-5 Uhr

In dieser Zeit hat die Lunge ihre stärkste Energie. Der Spiegel des Wachstumshormons ist hoch und unser Immunsystem sehr aktiv. Hier sollten wir unseren tiefsten Schlaf haben.

Funktion medizinisch: Mit der Lunge nehmen wir Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut auf und geben Kohlendioxid aus dem Blut wieder an die Luft ab. Sie hat zwei ungleich große Flügel (links kleiner, damit Herz Platz hat).

Funktion symbolisch: Rückzug, Abschied, Trauer, Körperoberfläche, aufnehmen, verarbeiten, loslassen.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch: Hast du während des Tages sowohl physisch als auch psychisch zu viel aufgenommen und nicht verarbeiten können (losgelassen), so meldet sich unser Körper während der Lungenzeit mit Schlafstörungen. Auch Asthma- bzw. Hustenanfälle finden meist um diese Nachtzeit statt.

Dein Körper neigt zu Infekten, du hast Atemnot oder sogar schon Allergien, öfter Niesanfälle. Fallweise hast du unangenehme Schulterschmerzen. Deine Haut macht dir Probleme mit Ausschlägen u/o Entzündungen und du kämpfst mit Essstörungen von Appetitlosigkeit bis zur Völlerei.

Deine Stimme ist relativ leise, fast schon heiser. Du fühlst häufig starke Traurigkeit und Melancholie, leidest an zuviel/zuwenig Abgrenzung (keine Luft zum Atmen), hast generelle Bindungs-/Beziehungsprobleme. Außerdem fällt es dir schwer zu strukturieren oder Ordnung zu halten.

Zähne: Wenn dir die 4er & 5er (im Bild türkis) sowohl im Ober- als auch Unterkiefer immer wieder Probleme bereiten, könnte das auch ein Anzeichen für Schwäche der Lunge (oder des Dickdarms) sein.

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Quelle: http://www.schule-bw.de

Maßnahmen:

  • Weniger in den Tag packen und konsequent „Nein“- sagen, wenn es zuviel wird
  • Abends Stille und Entspannung suchen, um über den Tag reflektieren zu können
  • Beim Schlafen: Ruhe, frische Luft, gutes Bett
  • Atemübungen: eine bewusste, tiefe, ruhige Bauch-Atmung reduziert Stress und harmonisiert, beruhigt. Baue diese Atmung immer wieder in deinen Tag ein.
  • Moderater Ausdauersport gibt Kraft und stärkt dein Selbstbewusstsein.
  • Sei weniger streng zu dir und lockere dein Korsett aus Verhaltensregeln, Vorstellungen, Mustern, Erwartungen und Zwängen.
  • Die Farbe weiß ist die Farbe des Lungen-Meridians. Nutze sie für alle hautnahen Textilien (Unterwäsche, Bettzeug, …).

 

Partnerorgan: Blase (15-17 Uhr) Bei Problemen mit dem Organbereich Lunge können die Maßnahmen auch in der Blasenzeit gemacht werden. Eine Schwäche der Lunge kann auch darauf hinweisen, dass eine Störung des Blasenmeridians vorliegt. (Nachzulesen hier: Blase)

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

 

TCM Organuhr – Teil 9 – MAGEN

WORDRAP:

ELEMENT: Erde

SYMBOLIK: Aufnehmen, Verarbeiten, Kommunikation, Konzentration, logisches Denken, grübeln, sich Sorgen.

JAHRESZEIT: Spätsommer und TCM Zwischenzeiten

FARBE: gelb

GESCHMACK: süß

TAGESZEIT: 7-9 Uhr

In dieser Zeit hat der Magen seine höchste energetische Aktivität. Stoffwechsel und Verdauung laufen auf Hochtouren. Unsere geistige Leistungsfähigkeit ist gering, aber unsere Lust auf Sex ist groß.

Funktion medizinisch: Der Magen ist ein Hohlmuskel, der mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Für die Verdauung vermengt er die aufgenommene Nahrung mit dem Magensaft zu einem gut durchmischten Brei und befördert ihn durch Muskelarbeit weiter Richtung Darm .

Funktion symbolisch: Energie und Informationen aufnehmen & verarbeiten, Kommunikation, Information, Bauchgefühl.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch: Du hast keinen Appetit am Morgen. Außerdem regelmäßig Sodbrennen, Übelkeit bis zum Erbrechen, Magenprobleme, ein unangenehmes Völlegefühl, lästiges Aufstoßen oder Schluckauf.  Du leidest unter üblem Mundgeruch trotz bester Mund- & Zahnhygiene, hast Magenschleimhautentzündungen oder gar schon Magengeschwüre. Allgemein fühlst du dich erschöpft, träge oder melancholisch.

Zu viel „schwere Kost“ im privaten oder beruflichen Bereich belastet dich oder kommt über die Medien zu dir und du kannst sie nicht gut verarbeiten: quasi körperliche und geistige Überfütterung. Deine Probleme belasten dich schon so stark, dass du ständig darüber nachdenkst, aber keine Lösung findest. Deine Wut, die kein Ventil findet, schlägt sich auf den Magen.

Frauen kämpfen mit Brust- bzw. Unterleibsproblemen (etwa Scheidenpilz, Ausfluss, Eierstock-Zysten).

Du hast häufig Zahnfleischbluten, Rhagaden oder Aphthen im Mund und immer wieder Zahnschmerzen: wenn dir meistens die 6er & 7er (im Bild dunkelblau) sowohl im Ober- als auch Unterkiefer immer wieder Probleme bereiten, könnte das auch ein Anzeichen für Schwäche der Milz (oder Magen) sein.

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Quelle: http://www.schule-bw.de

Maßnahmen:

  • Morgens haben wir die meiste Energie, um diverses zu verarbeiten, was uns „aufstösst“ oder wir „nicht schlucken“ können. Nutze den Morgen, die Magenzeit, für ein entspanntes, gesundes, warmes, gekochtes Frühstück und für seelische Nahrung (Partner/Familie gemeinsam zum Infoaustausch) für deinen neuen Tag.
  • Genieße dein Essen in voller Aufmerksamkeit und nicht nur „nebenbei“, damit du auch bemerkst, wann es genug ist. Druck, Hetze und Anspannung zur Magenzeit, lassen die Stresshormone übermäßig und gesundheitsschädlich ansteigen. Vielleicht hilft es dir, 15-30 Minuten früher aufzustehen, um in Ruhe in den Tag zu starten.
  • Überdenke deinen Medienkonsum. Auch hier gilt es, sich nicht zu „überessen“. Tagtägliche mediale Reizüberflutung tut auf Dauer nicht gut. Wer will sich schließlich jeden Morgen mit Angst und Katastrophenmeldungen umgeben. Eventuell könnte für den Anfang auch 1 Medien-Fast-Tag für mehr Wohlbefinden sorgen.
  • Konflikte im Alltag nicht mehr übergehen, nicht mehr alles „schlucken“, sondern respektvoll ansprechen und überlegen, wie man sie zum Wohl aller Beteiligten lösen kann.

 

Partnerorgan: Perikard (19-21 Uhr):  12 Stunden vor bzw. nach der Magenzeit, solltest du dich zurückziehen, für Ruhe und Entspannung sorgen. Die meisten Menschen essen aber in dieser Zeit zu Abend. Verlege dein Abendessen auf eine Zeit vor 19 Uhr, um den Magen in seiner schwächsten Zeit zu schonen.  (Nachzulesen hier: Perikard)

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

TCM Organuhr – Teil 8 – MILZ

WORDRAP:

ELEMENT: Erde

SYMBOLIK: lernen, denken, Stabilität, Gefühle zeigen, geerdet sein

JAHRESZEIT: Spätsommer

FARBE: gelb

GESCHMACK: süß

TAGESZEIT: 9-11 Uhr

 

In der Zeit von 9-11 Uhr hat die Milz ihre höchste energetische Aktivität. In dieser Zeit können wir am besten denken und lernen.

Funktion medizinisch: 3 grundlegende Aufgaben -> Vermehrung der Lymphozyten (= Abwehr körperfremder Stoffe), Speicherort für Monozyten, Aussonderung überalterter roter Blutkörperchen. Die Milz ist außerdem auch wichtig bei der Bildung roter Blutkörperchen.

Funktion symbolisch: empfangen, wandeln, nähren, stabilisieren, „geerdet sein“, ruhig, ausgeglichen, harmonisch und rund.  

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch:

Du bist zwischen 9-11 Uhr erschöpft und fühlst dich schwer, oft auch gebläht. Regelmäßig bemerkst du eine starke Mattigkeit, Erschöpfung und hast Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Eigentlich bist du mit deinen Problemen überfordert und ziehst dich immer mehr zurück. Du betreibst Dauer-Grübeln ohne Ergebnis, was dich zusätzlich belastet.

Allergien oder Unverträglichkeiten schwächen dich. Stoffwechselbedingt hast du Übergewicht oder chronische Erkrankungen (Diabetes Typ2), leidest an Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfälle, Verstopfungen. Auch immer wiederkehrende Hautprobleme verunsichern dich?

Hast du Ödeme an Unterschenkeln, Besenreißer, Krampfadern oder Wasser in den Beinen, Cellulite? Sind deine Menstruationsbeschwerden heftig? Hast du Schmerzen beim Eisprung, Vaginal-Ausfluss oder auch schon eine Senkung von Gebärmutter oder Blase?

Zähne: Falls dir die 6er & 7er (im Bild dunkelblau) sowohl im Ober- als auch Unterkiefer immer wieder Probleme bereiten, könnte das auch ein Anzeichen für Schwäche der Milz (oder Magen) sein.

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Quelle: http://www.schule-bw.de

Maßnahmen:

  • Überdenke deinen Speiseplan und deine täglichen Lebensmittel und verzichte konsequent auf Fertig-, Tiefkühl- und sonst irgendwie veränderte Produkte. Wenig Rohkost, wenig Milchprodukte, warme Mahlzeiten unterstützen deinen Körper beim Stoff-Wechsel. Konzentriere dich auf regional und saisonal.
  • Eindämmung der vormittäglichen Reize aus den diversen Medien.
  • Meide am Vormittag den 2. Kaffee und Süßes zur „Aufmunterung“.
  • Kümmere dich abends um Stressreduktion: nichts tun, aus dem Fenster schauen, entspannende Musik hören, oder „leichte“ Lektüre. Plane diese Ruhe-Inseln bewusst ein.
  • Moderate Bewegung als Ausgleich zu sitzenden, stehenden Berufen.
  • Umgib dich mit Gelb: Kleidung, Tisch- oder Bettwäsche, etc.
  • Affirmation: Ich bin ruhig und erledige eins nach dem anderen, Ich nehme die Situation als Herausforderung an. 

Partnerorgan: Sanjiao (21-23 Uhr) – Es kann auch an einem energetischen Ungleichgewicht des Sanjiao, dem Dreifacherwärmer, liegen, wenn du dich am Vormittag nicht und nicht konzentrieren kannst. Treffen die Beschwerden dieses Organs eventuell auch auf dich zu? (Nachzulesen hier: LINK ab Dezember)

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!

 

TCM Organuhr – Teil 7 – DÜNNDARM

WORDRAP:

ELEMENT: Feuer

SYMBOLIK: Reflektion, verdauen, sortieren

JAHRESZEIT: Sommer

FARBE: rot

GESCHMACK: bitter

TAGESZEIT: 13-15 Uhr

In dieser Zeit hat der Dünndarm-Meridian seine stärkste Aktivität. Deine Leistungsfähigkeit ist jetzt eher gering- dein Organismus verarbeitet das Mittagessen. Du solltest nun zur Ruhe kommen und entspannt darüber nachdenken, was Du heute schon geschafft und erlebt hast.

Funktion medizinisch: Der Dünndarm ist der längste Teil des Verdauungskanals. Er reicht vom Magenausgang (Pylorus) bis zum Blinddarm (Zökum), ist stark gewunden und fünf bis sechs Meter lang. Im Dünndarm finden der Endabbau der Nahrung zu kleinen Molekülen und deren Aufnahme durch die Darmschleimhaut ins Blut statt. Der Dünndarm trennt Nützliches von Unwichtigem, Gutes wandert zur Milz und Herz, Unnützes geht zu Dickdarm und Blase und verlässt Körper.

Funktion symbolisch: Zeit für Reflektion: auch bei geistiger Nahrung entscheiden, was wir zu uns nehmen; was wichtig und nützlich oder schlecht für uns ist.

Mögliche Beschwerden / Symptome – körperlich & seelisch:

Du verspürst eine allgemeine Lust- und Freudlosigkeit, Leere und emotionale Kälte. Entscheidungen zu treffen fällt dir sehr schwer. Du hast immer wieder Blasenreizungen, Durchfall, Blähungen, Darmgrummeln. Deine Schultern – besonders am Rücken das Schulterblatt –  fühlen sich richtig steif an. Du hast regelmäßig starke Nackenschmerzen. Manchmal fällt dir auf, dass du Hörprobleme (Zuhören, Laute unterscheiden) hast. Besonders bei seelischen Belastungen/Verletzungen leidest du unter Aphten* im Mund.  In der Zeit von 13-15 Uhr bemerkst du entweder extreme Mattigkeit oder Rastlosigkeit.

Oder bestimmte Zähne bereiten dir immer wieder Probleme. Speziell die 8er (Weisheitszähne – im Bild violett) oben und unten im Gebiss können ein Anzeichen für eine Schwäche des des Dünndarms/Herzmeridians sein.

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Quelle: http://www.schule-bw.de

Maßnahmen:

  • Mach in der Dünndarm-Zeit eine Pause von 20-30 Minuten für Reflektion und Entspannung – das stärkt auch dein Immunsystem.
  • Frage Dich bei anstehenden Entscheidungen/wichtigen Lebensfragen: Stehe ich dahinter? Gefällt es mir? Ist es wertvoll für mich? Ist es schön und gut? Bin ich im Reinen mit meiner Lebenssituation, meinem Partner, Familie, Freunden?
  • Lavendelduft beruhigt und entspannt: Wannenbad mit Lavendel, Raumduft, kleiner Polster fürs Bett, etc.

 

Partnerorgan: Leber (1-3 Uhr) – Es kann auch an einer energetischen Disharmonie des Leber-Meridians liegen, wenn du besonders zwischen 13-15 Uhr entweder übermäßig müde oder irgendwie aufgedreht bist, und bis zur Erschöpfung weiterarbeitest. (Nachzulesen hier: Leber)

 

*Aphten sind kleine, rund/ovale, schmerzhafte Geschwüre. Gelb-weißliche Blasen auf rotem, ringförmigem Grund

 

 

 

HINWEIS: Die hier geteilten Informationen und Empfehlungen habe ich mit bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch übernehme ich keinerlei Haftung für Schäden irgendeiner Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der hier beschriebenen Übungen und Tipps ergeben. Bitte nimm im Zweifelsfall oder bei ernsthaften Beschwerden immer ärztliche Hilfe in Anspruch!