Ich kenne viele Leute, die (fast) jeden Tag frustriert in die Arbeit gehen, aus unterschiedlichsten Gründen ihren Job nicht mögen, die 8 Stunden und mehr regelrecht „absitzen“ um dann endlich „leben“ zu können. Wie ist das bei dir? Kennst du das auch?

In Deutschland z.B. sind 25% der Arbeitnehmer im Job demotiviert, obwohl die Arbeitsbedingungen gut sind. Die Verantwortung für Verbesserung liegt jedoch immer bei jedem einzelnen. Veränderung startet immer bei dir selbst.

Frustration im Job kann viele Gründe haben. Einer kann sein, dass du in deinem Jobumfeld „gegen deine Natur“ lebst und arbeitest oder aber daran, dass du im Grunde deines Herzens etwas ganz anderes tun magst. Beides verursacht Stress, kann man aber verändern. Nicht sofort und in der Sekunde, aber mit der passenden Ausrichtung. Den Job zu wechseln, um neues Glück zu finden macht keinen Sinn, wenn man nur neues „gutes“ Gefühl sucht. Es bringt nur Erfolg, wenn du dich selber kennst. Denn unsere wichtigsten und wesentlichsten Eigenschaften sind Authentizität & Selbsterkenntnis. Soll heißen, du musst deinen Fokus, deine Ausrichtung verändern und dein Potential erwecken.

Ich nutze dafür in meiner Arbeit das IMX-Persönlichkeits- und Potentialanalysetool, denn es liefert mir genau jene Felder, wo ich in meinem Coaching ansetzen kann. Punktgenau. Treffsicher. Dabei beleuchte ich die Bereiche deines Verhaltens [wo verbiegst du dich (noch) und warum?], deiner Motivation, deiner Talente und deines Mind-Sets. All das gibt Aufschluss darüber, wo du dich stresst, weil du gegen dein Potential arbeitest, dir selbst im Weg rumstehst. Was dich in weiterer Folge natürlich frustriert.

Betrachten wir mal das falsche Jobumfeld:
Jeder Mensch hat ein natürliches Verhalten, in dem er sich wohl und sicher fühlt. Meist jedoch wissen wir um unsere natürlichen Fähigkeiten kaum mehr Bescheid, weil sich über die Jahre adaptierte Muster darübergestülpt haben, die uns nicht bewusst sind und uns bremsen, verunsichern und vor allem stressen.
Ein Mensch z.B. der Zeit braucht, um Entscheidungen zu fällen, weil er gerne alle Aspekte einer Situation beleuchten möchte, wird in einem Jobumfeld, dass Geschwindigkeit fordert, kaum in sein volles Potential kommen und permanent unterschätzt oder übersehen.

Auch in Sachen Motivation leben ganz viele Menschen gegen ihre Natur. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was ihn wirklich motiviert. EIn paar Beispiele:
a) Wenn du deine höchste Motivation Individualismus wäre, dann wirst du dir vermutlich schwer tun, bestimmte Aufgaben auf die (vom ChefIn) vorgegebene, seit 100 Jahren gleiche Art, zu erledigen. Du machst Veränderungsvorschläge, willst dein Ding machen… aber wahrscheinlich eckst du damit an.
b) Ein kreativer Kopf wird in der Buchhaltung höchstwahrscheinlich nicht zufrieden sein.
c) ein ästhetisch motivierter Mitarbeiter braucht eine schöne, harmonische Umgebung und wird in einem „Besenkammerl“ als Büro hochunglücklich und frustriert sein.

Zu guter Letzt solltest du auch wissen, welche Talente dir mitgegeben sind. Was nutzt du unbewusst (wie atmen) in stressigen Situationen zuerst: Empathie? Oder denkst du nur an das Ziel – gehst also strategisch vor? Oder bist du eher der/die praktisch veranlagte und hast die nächsten Schritte, die notwendig sind, klar vor Augen?

Wenn dich das interessiert und es dich anspricht: Mit dem IMX Tool kannst du dich auf Spurensuche begeben und deine natürlichen Veranlagungen und Talente entdecken. Wenn dir klar ist, wie du „tickst“, was du brauchst, wie und warum du dich auf eine bestimmte Art verhältst, dann (er)lebst du plötzlich wieder sehr viel Leichtigkeit. Und du wirst authentischer. Außerdem richtest du deinen Kompass auf andere Gebiete aus, dorthin, wo deine Talente liegen und kannst zum Beispiel beim nächsten Mitarbeitergespräch schon deponieren , dass du an Veränderung in diese Richtung interessiert bist.

Und was, wenn du im Grunde deines Herzens etwas ganz anderes tun willst: .
Manchmal sind wir in einem Job, weil er uns Sicherheit und regelmäßiges Einkommen bietet. Aber eigentlich würden wir gerne etwas ganz anderes tun. Aber alles hinwerfen und „Feuerwehrmann werden“ (Grisu, falls sich wer erinnert) ist finanziell grade einfach nicht möglich. Was also tun, wenn die Verpflichtungen uns vereinnahmen?

Wie kommst du aus dem Feld der Frustration ins Feld der Freude?
Vielleicht kann das, was dich in Wirklichkeit reizt, als Hobby ausgelebt werden? In einem Verein? In einer Gruppe von Gleichgesinnten? Wenn das nicht reicht und du das unbedingt beruflich machen willst und damit Geld verdienen, dann (ACHTUNG: Fokus-Shift!) überlege dir genau, in welchen kleinen Schrittchen du dich an deine wahre Herzensfreude annähern kannst. Mach sowas wie einen Mini-Businessplan: was oder wen braucht es, wieviel Budget ist notwendig? Wer kann mir helfen? etc. etc. – Beschäftige dich jeden Tag ein bisschen mit deinem Traum, glaub daran, dass du dein Ziel erreichen wirst (auch wenn andere den Kopf schütteln), richte dich auf dein Ziel aus, und kümmere dich darum, dass du alles tust, was getan werden muss. Alleine diese Vorfreude wird dich boosten und dir Antrieb geben, wenn die Zeiten wieder mal schwerer sind. Sorg dafür, dass dein Herzensfeuer nicht erlischt, dann bist du richtig unterwegs.

Über Talente, Blinde Flecken und dein Mind-Set

Der 3. Bereich des IMX Persönlichkeits- und Potentialprofils befasst sich mit den tiefsten Schichten deiner Persönlichkeit und macht die Komplexität einer Person sichtbar. Die Talentanalyse zeigt, wie du denkst und Entscheidungen triffst.

Talente und MindSet

TALENTE (blaue Balken)

Wie nimmst du deine äußere Welt wahr? Wie reagierst du darauf? Bist du eher der empathisch oder der praktisch reagierende Typ? Oder bist du systemisch talentiert und hältst deinen Blick immer auf das große Ganze, das Ziel gerichtet?  Was bringst du unter Druck und Stress am Besten zum Einsatz und wo sind deine „blinden Flecken“?

Ein Talent ist die außergewöhnliche Begabung eines Menschen in einem bestimmten Gebiet. Im IMX Profil zeigen wir mathematisch genau, ob du SYSTEMISCH (=ergebnisorientiert, Problemlösung, Projektfokus) und/oder PRAKTISCH (= prakt. Denken, konkret organisieren können) und/oder EMPATHISCH (=selbstbewusst, empathisch, Verständnis für andere, emotionale Kontrolle, Stressbewältigung) bist. Das ist angeboren und ist nicht erlernbar. In jenem Bereich, der als Talent (6+) oder gar MASTER-TALENT (8+) gemessen wird, lieferst du unter Druck Ergebnisse in gleichbleibender Qualität, es geht dir leicht von der Hand, weil du es intuitiv machst.

MINDSET (rote Balken)

Hier geht es um deine innere Welt. Sitzt du am Steuer oder bist du nur Beifahrer? Weißt du wie du von A nach B kommst? Wohin geht deine Reise? Hast Du Ziele, Visionen? Bist du dir deiner Rolle(n) und Bedeutung im Leben bewusst? Wie definierst du dich? Ist dein Selbstwertgefühl/-vertrauen stark (genug) ausgeprägt? Lebst du deine gesamte Leistung? Wenn du dein MindSet nicht in allen Werten und Elementen manifestiert und lebst, dann bringst du dein Potential nicht auf die Straße.

Das wäre doch jammerschade und stresst dich obendrein … also:

Know yourself –> Unlock yourself.

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Kennst du deine Motivation?

Was turnt dich wirklich an, was begeistert dich, was sorgt eher für Unbehagen, was brauchst du in deinem täglichen Umfeld?

Der 2.Teil des IMX Persönlichkeits- und Potentialprofils zeigt dir im Motivations-Index (in Anlehnung an die wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Spranger und Dr. Allport) jene sieben Grundmotive, die wir Menschen als wichtig empfinden. Wie stark (oder schwach) ausgeprägt sind Wirtschaftlichkeit (WIR), Unabhängigkeit (IND), Wissen/Wahrheit (THE), Altruismus (ALT), Macht/Einfluss (POL), Ordnung/Struktur (REG), Ästhetik/Harmonie (ÄST).

Kennst du deine stärkste Motivation? Was treibt dich jeden Tag an, in oder an die Arbeit zu gehen?

Wenn du zum Beispiel Wirtschaftlichkeit als stärksten Motivator hast, werden dich gutes Gehalt und andere wirtschaftliche Anreize stark triggern. Der ästhetisch motivierte Mensch legt großen Wert auf einen schönen Arbeitsplatz und ein harmonisches Umfeld, wo er ruhig und konzentriert arbeiten kann. Dieser Mensch wird sich auch im Home-Office wohler fühlen, als andere. Individualisten werden für ihre Unabhängigkeit lieber ein geringeres Entgelt akzeptieren, um ihre Freiheit weiterhin leben zu können.

Wer gegen seine „Veranlagungen“ lebt, erfährt dies oft als mühsam und anstrengend. Es lohnt sich daher, genauer auf seine Werte und Motive zu blicken und sie zu verstehen, damit man sie in das persönliche und berufliche Umfeld integrieren kann. Deshalb ist auch die Arbeit an den Motivatoren ein Teil meiner IMX-Stress-Management-Coachings. Auf diese Weise gewinnst du neues Selbstbewusstsein und darfst eine neue Klarheit in dein Leben bringen.

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Verhältst Du Dich authentisch?

Es heißt, dass jene Menschen am erfolgreichsten sind, die sich natürlich verhalten und sich nicht „verbiegen“ (lassen). Wenn es stressig ist und Du unter Druck stehst, reagierst du instinktiv. Je nachdem wie dein natürliches Verhaltensmuster in dir angelegt ist, gehst du auf Rückzug und brauchst Zeit, um zu überlegen, oder Du gehst ins Außen, suchst den Austausch und lässt deinen Emotionen, deinem Frust freien Lauf.

Im entspannten und normalen Alltag passen wir unser Verhalten häufig an unsere Umgebung oder der Erwartungshaltung anderer an. Das haben wir irgendwann mal so „gelernt“ („sei nicht so laut“, „dränge dich nicht so in den Vordergrund“, „sei nicht so aufdringlich“, „Eigenlob stinkt“ und andere regulative Glaubenssätze, die man uns übergestülpt hat…). Unter Stress können wir dieses angepasste Verhalten nicht mehr bewusst steuern, geschweige denn aufrechterhalten. Da gilt nur noch „Kampf oder Flucht“ und wir greifen auf unser ureigenstes, natürliches Verhalten zurück, denn das gibt uns Sicherheit.

Im 1.Teil des IMX Persönlichkeits- und Potentialanalyse-Profils zeigt uns das DISC-Modell (basierend auf den Forschungen von Dr. Marston und Prof. Dr. Geier) die vier Grundmuster unseres natürlichen und adaptiven Verhaltens:

  1. Dezisiv: entschlossen, entscheidungsfreudig, fordernd, wagemutig
  2. Interaktiv: optimistisch, kommunikativ, kontaktfreudig, impulsiv
  3. Stetig: geduldig, beständig, freundlich, änderungsscheu
  4. Umsichtig: systematisch, kritisch, analytisch, gewissenhaft

Im leistungsorientierten (Arbeits-)Alltag fördert bzw. wünscht man sich eher extrovertiertes Verhalten und bewertet Entschlossenheit und Entscheidungsfreude tendenziell höher als Geduld, Freundlichkeit und Beständigkeit. Daher sind viele Menschen bestrebt, sich möglichst tough und durchsetzungsstark zu zeigen, was sich aber – wenn es nur aufgesetzt und eingeübt ist – à la longue auf die persönliche Leistung niederschlägt, dich anstrengt. Leben wir unser natürliches Verhalten, brauchen wir keine Energie dafür aufzuwenden, uns anzupassen oder die Erwartungen anderer zu erfüllen, was auf Dauer einfach nur frustrierend und vor allem stressig ist.

Deshalb gehört zu meinen Stress-Management-Coachings das IMX Tool dazu, weil es als Basis dient, um sich selbst (wieder) besser kennen zu lernen, sich in all seinen Facetten zu akzeptieren und Stolz darauf zu sein. Auf diese Weise gewinnst du neues Selbstbewusstsein und darfst eine neue Leichtigkeit in dein (Arbeits-)Leben bringen.

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Warum eine Morgenroutine wichtig ist

„Der Morgen entscheidet über den Erfolg deines Tages. So viele Menschen wachen auf und checken als erstes ihre Nachrichten, E-Mails und Social Media, ich nutze die erste Stunde des Tages für meine Morgen-Routine: Frühstück und Meditation.“

sagt Caroline Ghosn, eine sehr erfolgreiche junge amerikanische Unternehmerin (Levo League Netzwerk).  

Wie ist das bei Dir? Wie sieht dein Tagesbeginn aus?  

Hast du eine entspannte Morgenroutine oder klopfst du den Wecker jeden Morgen 10 mal auf snooze bevor du dich aus dem Bett quälst und dann alles unter erhöhtem Zeitdruck abläuft? Starten deine Tage häufig in dieser Art von Hektik, damit du nicht zu spät ins Büro oder vor deinen PC kommst? Alles in allem kein gelungener Start in den Tag, denn dein Stresslevel erhöhst du damit schon in den ersten Stunden deines Tages. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 

Ein Morgenritual gibt einem Tag die nötige Ruhe und Kraft, sowie Struktur und Ziel(e). Es kann dir helfen, die oben angeführte (oder ähnliche) Situationen zu verändern. Wenn du am Morgen gleich den Fokus für deinen Tag setzt, kannst du ihn bewusster, entspannter und produktiver gestalten, was schlussendlich deine Lebensqualität verbessert und dein Stresslevel aktiv beeinflusst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen zwar den Vorsatz haben, ihren Tag ruhiger und bewusster zu starten, oft jedoch an den einzelnen Schritten scheitern. Das Allerwichtigste dabei: 

Finde deinen ganz persönlichen Weg. 

Jeder hat seine eigenen Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen. Schließlich soll die Morgenroutine DICH motivieren. Sie muss für dein Leben machbar und nützlich sein. Deshalb habe ich ein paar Tipps und Anregungen für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen sollen, deine ganz individuelle Routine zu gestalten.  

#1 offline Schalte dein Mobiltelefon er nach deiner Morgenroutine ein. Lass‘ die Außenwelt, die Sozialen Medien, die Nachrichten mal ganz bewusst links liegen. Das lenkt dich nur (von dir) ab. Schließlich soll diese erste Stunde deines Tag NUR DIR gehören. Unterstütze dich, indem du schon am Vorabend dein Handy auf Flugmodus stellst. Am besten wäre es natürlich, das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen…aber das kannst du ja im nächsten Schritt versuchen.

#2 step-by-step Um Zeit für eine angenehme Morgenroutine zu haben, musst du natürlich früher aufstehen. Gleich eine Stunde früher den Wecker zu stellen ist nicht zielführend. Taste dich lieber im 5-10 Minuten Rhythmus heran, bis du ganz easy früher aufstehen kannst. Beobachte dabei, welches Zeitfenster deinen natürlichen Biorhythmus am besten unterstützt.  

#3 no snooze Die snooze-Taste solltest du nicht mehr benutzen, denn das ständige Aufwachen und Weiterschlafen bringt deinen Körper komplett durcheinander. Dein Gehirn kennt sich nicht mehr aus, welches Signal es an den Körper weitergeben soll. Strecke dich stattdessen nach dem ersten Wecker-Signal ausgiebig und dann zähle von 7 rückwärts. Bei 0 stehst du auf. Das wird am Anfang schwer sein, aber bleib dran und lass dich von Rückschlägen nicht frustrieren.

#4 Bett machen Gleich nach dem Aufstehen! Polster aufschütteln, Decke richten und glattstreichen. Warum? Das sind die kleinen Dinge fürs Unterbewusstsein. Du hast damit gleich deinen ersten Task erledigt und kannst innerlich einen „Tages-Erfolg“ verbuchen und zweitens ist es schön, am Abend in ein schön gemachtes Bett zurückzukehren.  

#5 ausreichend Schlaf Falls du auch zu jenen gehörst, die bei „früher aufstehen“ schwach geworden sind, möchte ich dich beruhigen. An deine geänderte Aufsteh-Zeit passt du natürlich auch die Gesamtdauer deines Schlafes an – alles andere wäre kontraproduktiv. Nur wer ausreichend viel schläft, ist fit und ausgeruht. Erwachsene brauchen zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Wenn du das beachtest und regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten einhältst, kannst sich ein natürlicher Schlafrhythmus bei dir einstellen. So findest du heraus, wie viel Schlaf du tatsächlich brauchst, um ausgeruht zu sein. Auch am Wochenende solltest du das beachten, damit sich dein Körper nicht jedes Mal umstellen muss. Denn das bedeutet Stress und beeinträchtigt die Schlafqualität.  

#6 Wasser trinken Wecke und unterstütze deinen Körper mit einem großen Glas lauwarmem Wasser. Damit füllst du die Wasserspeicher deines Körpers wieder etwas auf. Generell gilt, auch während des Tages ausreichend viel Wasser zu trinken.  

#7 Mantra und Stille Bleib in der Stille, lass das Radio aus und nimm dir 5-10 Minuten Zeit.  Vielleicht magst du dir dazu eine Duftkerze oder Räucherstäbchen anzünden. Dann denke darüber nach (in einer kurzen Meditation oder einfach nur innehalten) und schreibe dir auf, wie der Tag für dich sein soll. Worauf legst du deinen Fokus? Was willst du erreichen? Was schaffen? Erstelle dir dann ein positives Mantra, das dich über den Tag begleitet, dich motiviert und an deinen Vorsatz erinnert.⠀(wenn du dabei Hilfe brauchst, schau gerne bei meinen Montags-Mantra-Highlights auf meinem Instagram Account nach. Dort findest du jede Menge Anregungen für deine Tagesmantras). 

#8 Dankbarkeit Diese simple Übung dauert nur 5 Minuten und shiftet dein Mind-Set von Mangel auf Fülle, denn wenn dir bewusst ist, was alles da ist, wofür du (schon) dankbar sein kannst, schaust du ganz anders auf dein Leben. Schreib dir jeden Morgen 1-5 Dinge auf, für die du dankbar bist, z.B. deine Familien, deine Wohnung, dein gemütliches Bett, dein Job, deine Gesundheit, … Eventuell hilft dir für #7 und #8 ein kleines Tagebüchlein: für Mantra und Dankbarkeitspraxis immer eine Seite. Am Ende hast du eine schöne Erinnerung an dein Jahr. 

#9 Bewegung Nichts Großartiges, ein paar einfache Übungen aus dem Yoga wie zB den Sonnengruß, Dehnungsübungen, ein bis zwei Mal um den Block gehen, oder eine Turneinheit aus dem Internet/TV. Was immer dir Spaß macht. Schon 20 Minuten reichen. Warum ist das wichtig? Wir sitzen mehr als wir uns bewegen, und werden immer bequemer und träger. Unser Körper braucht aber auch Zuwendung in Form von Bewegung. Wenn wir das schon am Morgen machen, dann haben wir den ganzen Tag über das gute Gefühl, etwas für unseren wunderbaren Körper getan zu haben. 

#10 Frühstück Nimm dir Zeit dafür, zumindest eine Kleinigkeit zu frühstücken. Warm, gesund und gekocht (Porridge, Eierspeise, Baked Beans…) wäre optimal. Zwischen 7-9 Uhr hat der Magen übrigens seine stärkste Energie und Verdauungskraft, falls du deine Frühstückzeit darauf abstimmen magst. Wenn dich das näher interessiert, empfehle ich eine Ernährungsexpertin nach der TCM (Trad. Chinesischen Medizin).  

Denke daran, dass du nicht nach 100%iger Perfektion streben musst. Wenn es dir 80% der Zeit gelingt, deine Morgenroutine zu machen, bist du schon auf einem sehr guten Weg. Sei nicht zu streng mit dir (was dich wieder stressen würde!).  Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg und Freude mit dem Entwickeln deiner Morgenroutine. Und sei dir bewusst, dass du damit AKTIV etwas für deine Gesundheit und dein Stress-Management machst. 

Wenn Fragen auftauchen, oder du Unterstützung brauchst, dann kontaktiere mich gerne.

Der Angst-Virus

In der großen weltweiten Aufregung rund um den Corona-Virus, hat sich still und stetig ein weiterer hinzugesellt: Der ANGST-Virus. Und er verbreitet sich genauso schnell wie sein medial omnipräsenter „Bruder“. Manche spüren die Angst nur ab und zu. Bei anderen Menschen hat sie schon so viel Seelenraum eingenommen, dass sie sie von ihrem Herzen, unserem stärksten Energiefeld, abgetrennt hat. Um mich herum nehme ich im Moment sehr viele Ängste wahr. Angst vor dem Verlust der Gesundheit, der Freiheit, der Existenz, der Zukunft, dem Tod lieber Menschen oder unserem eigenen. 

Man kann sich den negativen Nachrichten kaum entziehen, jeden Tag gibt es neue Meldungen, die verunsichern. Tagtäglich wird man zwischen Informationen und Des-Informationen hin- und hergezerrt. Kein Wunder, dass man jeden Tag mehr Verwirrung, Verunsicherung und Angst bekommt. Auf Basis dieser Emotionen sollen wir dann Entscheidungen treffen, die unser Leben oder das unserer Kinder betreffen. Was ist richtig? Was ist falsch? Die Angst, nimmt uns regelrecht das bisherige Vertrauen in unsere Entscheidungen. Was uns noch mehr verunsichert. Es ist ein Teufelskreis. 

Angst ist prinzipiell kein guter Ratgeber. 

Angst trennt uns von unserer Schöpferkraft, macht uns schwach und manipulierbar, bringt uns in eine Opferhaltung, macht uns krank, weil sie uns stresst. Bei Stress schüttet unser Körper Hormone wie Adrenalin und Kortisol aus, das wiederum regt die körpereigenen Killerzellen an, den Eindringling zu bekämpfen. In einer Akutsituation ist das sehr wertvoll. Was wir aktuell erleben, ist aber eine permanente Angst (sowie Wut, Unsicherheit, Sorge, Ohnmacht,…), die unser Stresslevel und damit auch die oben genannten Hormone stetig ansteigen lässt und chronisch erhöht hält. Das richtet sich langfristig immer gegen uns und unsere Gesundheit, denn der Körper produziert wesentlich weniger Abwehrzellen, kommt immer mehr in einen Zustand der Erschöpfung und wir werden anfälliger.

Der größte Feind unseres Körpers ist und bleibt die Angst, denn sie hebelt leise und unbemerkt wichtige Stoffwechsel- und Immunprozesse aus. 

Im Stress-Management geht es unter anderem darum, deine Angst oder andere starke Emotionen wahrzunehmen und sie bzw. die Situation, der sie zugrunde liegen, akzeptieren zu lernen. Mit diesem Bewusstsein kannst du dann daran arbeiten, eine Veränderung herbeizuführen und Schritt für Schritt deine Resilienz zu stärken. Die Definition von Resilienz ist die „psychische Widerstandskraft bzw. die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen und eine rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensumständen zu erreichen.“ Dazu gehören verschiedene Komponenten, die aufeinander bezogen und voneinander abhängig sind. Gut kombiniert, stellen sie eine starke Kraft für deine persönliche Entwicklung dar und bewirken eine machtvolle Stärkung deiner Seele, deines Wohlbefindens. Dazu gehören: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientiertheit, Achtsamkeit, Soziale Vernetzung, Selbstwirksamkeit und Zukunftsorientierung. Die meiner Meinung nach wichtigsten Säulen Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientiertheit bewegen und verändern deine mentale Stärke, dein MindSet. Achtsamkeit, Soziale Vernetzung, Selbstwirksamkeit, Zukunftsorientierung sind die Säulen, die dich im Außen, in deiner Welt gut verankern. 

Ja, unser Leben ist nicht mehr das gleiche. Wir werden auch so schnell nicht mehr dahin zurückkehren können, aber lasst uns das Beste daraus machen. 

Eine Übung, um sich der Angst zu entziehen, ist die innere Einkehr. Die Zukunft können wir nicht „erdenken“ oder vorhersagen, nur im Hier und Jetzt, im aktuellen Moment finden wir (wieder) Kraft und Vertrauen in unsere Stärke(n). In der Stille und Besonnenheit eines solchen Moments kann man in Ruhe eine andere Haltung einnehmen. Es erlaubt dir, dich von der Angst gedanklich zu lösen und auf eine andere Emotion zu fokussieren. Was haben dir die letzten 12 Monate an positiven Ereignissen/Situationen/Möglichkeiten gebracht? Und wenn du gleich „nichts“ antwortest, dann schau noch einmal genauer hin. Das müssen keine weltbewegenden Dinge gewesen sein. Auch etwas ganz Kleines kann dir Freude gemacht oder dein Leben erhellt haben. Es ist nichts Verwerfliches daran, wenn man in all dem herrschenden Chaos auch etwas Schönes für sich entdeckt, sich daran erfreut und es genießt. Wir lenken speziell in diesen Zeiten zu viel Aufmerksamkeit auf Negativität. Das ist aus Sicht der Stressbewältigung für deine Gesundheit nicht optimal. Die Konzentration auf das Gute, das Positive ist ein wichtiger Teil im Stressmanagement. Sie senkt das Kortisol und erhöht das „Glückshormon“ Dopamin. Außerdem öffnet dieser optimistische Blick auch das Tor zu deinen inneren Schätzen, zu deinem inneren Reichtum: die dir innewohnende Kraft, deine Intuition, Liebe, Vertrauen, und andere Dinge, an die du schon lange nicht mehr gedacht hast.

Es fällt mir an manchen Tagen auch schwer, mich gegen den Angstvirus abzugrenzen. Es erfordert Ausdauer und Mut. Und es braucht die bewusste Entscheidung dagegen ankämpfen zu wollen.  

Meine Anregung an dich, wenn du dich dazu in der Lage fühlst: Hilf anderen, in welcher Weise auch immer es sich für dich richtig anfühlt, ihre Angst auszubalancieren. Das kann ein Lächeln sein, eine kleine Berührung, aufmunternde Worte.  Wenn Du dabei selbst Unterstützung brauchst, dann stehe ich gerne zur Verfügung: Kontakt

Stress und Zeit

Gestresste Menschen und Menschen, die unter Zeitdruck stehen, haben oft das Gefühl, dass alle Aufgaben gleich wichtig sind. Die Terminkalender sind übervoll und meist sind keine Regenerationspausen und Pufferzeiten mit eingeplant, falls mal etwas länger brauchen sollte.

Die regelmäßigen Pausen sind keineswegs vergeudete Zeit. Sie helfen zu regenerieren, vor allem wenn wir dabei auch den Arbeitsplatz verlassen – und sei es nur für 20 Minuten. Manchmal kann es auch schon helfen, statt einer kompletten Pause, Aufgaben zu erledigen, die weniger Aufmerksamkeit brauchen (Routinearbeiten z.B.). Auch so kann man gut abschalten. Gerade wenn man in einer schwierigen Aufgabe feststeckt, kann es helfen etwas zu tun, wo man rasch ein Ergebnis sieht. Sehr hilfreich ist es auch, wenn man gleichartige Aufgaben bündelt wie z.B. Telefonanrufe erledigen, E-mails beantworten, alle Rechnungen einer Woche gemeinsam überweisen, etc. .

Wichtig ist es natürlich auch, seine eigene Leistungskurve zu kennen. Beobachte dich mal: Wann bist du am leistungsfähigsten für welche Tätigkeit? Wann hast du die meiste Energie, wann sinkt sie? Es ist nicht günstig, wichtige Termine genau in eine Zeit zu legen, wo man meist schläfrig oder unkonzentriert ist.

Auch die Perfektion steht vielen Menschen als Zeit-Stress-Faktor im weg: Aber ganz ehrlich: Besser als gut muss es nicht sein: 100% genügen 😉. Und nicht zu vergessen den Mythos Multitasking: Es beschreibt die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben zeitgleich auszuführen. In Wirklichkeit verlierst du den Überblick über das einzelne Projekt, kommst unter Zeitdruck, übersiehst Details und widmest dich am Ende keiner deiner Aufgaben zu 100%. Und dann sind da auch noch die Störquellen. Abgesehen vom dabei entstehenden Stress: Wie willst du ernsthaft eine gute Qualität in deine Arbeit bringen, wenn du dabei ständig unterbrochen wirst? Hier könnte es helfen, klar zu kommunizieren, dass man für die nächsten XXX Minuten nicht gestört werden will. Manche Menschen wissen aber oft gar nicht so genau, wann, wer und was sie eigentlich stört. Hier ist günstig, wenn du dir das mal eine Woche lang anschaust und notierst, um geeignete Schritte zu unternehmen.

Abgesehen vom Stress-Faktor „Schlechte Zeiteinteilung“ lähmt uns – wie zu Beginn schon erwähnt – auch oft noch das Thema:

Wichtige Dinge von unwichtigen Dingen unterscheiden!

Die Wichtigkeit einer Aufgabe ergibt sich aus ihrer Bedeutung für die eigenen Ziele. Wenn wir uns mit unwichtigen Dingen verzetteln, bleibt deine Zeit mehr, unsere Energie in die Verwirklichung unserer Ziele zu stecken. Viele Menschen haben ihre langfristigen Ziele aus den Augen verloren und beschäftigen sich sozusagen nur noch mit dem „Daily Business“. Sie sind nicht mehr Regisseur ihres Lebens, haben zwar ein GEfülltes, aber kein ERfülltes Leben.

Daher ist es wichtig, für sich selbst Ziele zu definieren.

Und bei der Einschätzung, wie wichtig eine Aufgabe tatsächlich ist, empfehle ich das Eisenhower-Prinzip:

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Wenn dich das Thema interessiert, oder du dein eigenes Zeit-Stress-Management anschauen und gegebenenfalls verändern willst, dann unterstütze ich dich gerne dabei: KONTAKT

Stressauslöser

Wir sind unser ganzes Leben lang mit den verschiedensten Umweltreizen konfrontiert.

Diese können klein sein (z.B. die verpasste Straßenbahn am Morgen, noch immer kein Parkplatz nach der 10 Runde, viel zu spät auf dem Weg zum Kindergarten oder Job, et.), aber auch groß wie z.B. Krankheit, Unfall, Scheidung, Geldsorgen, Existenzängste, Verlust des Arbeitsplatzes oder der Tod eines dir nahestehenden Menschen, … .

Alle diese Faktoren sind mehr oder weniger starke Stressauslöser und können auf Dauer zu Depressionen, Ängsten oder gar Burn-out führen, wenn wir nicht für den nötigen Ausgleich, für tägliche Entspannung und Erholung sorgen.

Zusätzlich kommen natürlich auch diverse Umweltbelastungen dazu, sowie ein Übermaß an Genussmitteln wie Alkohol, Kaffee, Zigaretten, etc. bzw. eine generell ungesunde Lebensführung (zu wenig Bewegung) und Ernährung (zu viel Zucker, zu wenig Obst/Gemüse, ballaststoffarme Mahlzeiten oder zuviele Tiefkühl- bzw. Fertigprodukte).

Aber auch unsere moderne Leistungsgesellschaft tut ihr übriges. Ich habe den Eindruck, es wird alles immer schneller und schneller, es wird immer mehr von uns erwartet, dass wir in immer weniger Zeit vollbringen sollen, wir stopfen unsere Tage voll, sind permanent erreichbar und online, und kommen vor lauter Effizienz nicht mehr zum Durchschnaufen. Wir haben keine Zeit mehr für Ruhe, Stille und Muße, die uns doch eigentlich so guttun würden. Im Gegenteil: viele Menschen werden hochnervös, wenn sie mal für 10 Minuten in Ruhe und Stille verbringen sollen. Also laufen wir schnell weiter im High-Speed-Hamsterrad.

Es umgibt uns ständig irgendein Entertainment, irgendeine Geräuschkulisse, die uns ablenkt, einlullt, abstumpft, vorantreibt. Mediale Reizüberflutung macht uns zu schaffen – auch wenn wir das schon gar nicht mehr bemerken. Wir treiben uns viel zu lange in den sozialen Netzen herum, schauen relativ viel fern, surfen im Netz, lassen uns immer irgendwie berieseln, befriedigen unsere unbewusste Sucht nach Adrenalin und Kortisol.

Das führt dann natürlich dazu, dass wir dafür einerseits unseren Schlaf immer mehr verkürzen bzw. andererseits die eintreffenden Reize nicht mehr verarbeiten können und anfangen unter Schlafstörungen zu leiden. Dann müssen wir Tag für Tag müde, erschöpft und unausgeruht in den neuen Tag starten.

Was uns natürlich anstrengt und nicht erfreut und schlußendlich geben wir irgendwann mal der Arbeit, dem Job die Schuld, wenn wir uns lustlos und frustriert auf den Weg machen. Immer öfter haben wir das Gefühl, dass uns der Arbeitsplatz Zeit stehlen würde, wertvolle Freizeit. Und mit der Zeit sind wir dann immer unmotivierter, unkonzentrierter, gereizt und unwillig, haben Stress mit den Kollegen, dem Chef, den Umständen. Wir haben vergessen, warum wir uns damals für diesen Job beworben haben, welche Vorteile er uns bringt, welche Chancen wir durch ihn haben. Wir hoffen, dass der Arbeitstag bald vorbei ist, damit wir endlich unser Leben leben können. (Blog: Work-Life-Balance)

Wir drängen in die Freizeit, erledigen „noch schnell“ die Einkäufe oder was sonst zu erledigen ist, dann gehen wir „noch schnell“ zum Sport (obwohl wir schon hundemüde und erschöpft sind), treffen „noch schnell“ die Freundin, … usw. usw. Wir hanteln uns von Wochenende zu Wochenende, von Urlaub zu Urlaub – in der Hoffnung, dann die gewünschte Entspannung zu finden. Nur leider funktioniert das meist nicht wie gewünscht. Wir haben den Parasympathikus so lange missachtet, dass er sich komplett zurückgezogen hat. Es braucht viel Zeit, um ihn wieder aktivieren zu können.

Wir werden immer gereizter, nervöser und immer öfter plagen uns kleine Weh-Wehchen. Und wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern gibt unser Körper dann mächtige Signale, dass es ihm reicht.

Hast du dich irgendwo wiedererkannt? Wie sieht dein Tagesablauf, dein Alltag aus?  Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Deinen Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT

Stressbedingte Erkrankungen

Deine Gesundheit ist zerbrechlich. Auch wenn es dir nicht so vorkommt.

In unserer modernen Welt haben wir an fast jedem Tag stressige Situationen, mit denen wir konfrontiert sind. Stress an sich ist aber nicht das Problem, solange immer wieder ausreichend Ruhe- und Erholungsphasen eingebaut werden. Forschungen haben ergeben, dass ein gesunder Organismus rund 100 Minuten braucht, um alle Stresshormone abzubauen und die Stressauswirkungen zu neutralisieren. Statt uns aber einen Ausgleich zu schaffen, packen wir tagtäglich mehr und mehr Kortisol in unseren Körper. Du kannst Dir vorstellen, was passiert, wenn wir körperlich ständig in „Alarmbereitschaft“ sind.

Die gesamten Kraftreserven werden vom Stress aufgebraucht, mit dem Ergebnis, dass andere wichtige Körperfunktionen leiden. Trotz hohem Energieverbrauch läuft die Verdauung auf Sparflamme und der Körper wird nicht optimal mit Nährstoffen versorgt. Unser Körper sucht die Balance, versucht, dich gesund zu erhalten, gleicht aus. Und irgendwann kann er nicht mehr. Dann taucht das erste kleine Wehwehchen auf, dann zwickts mal hier und da, oder du hast regelmäßig Schlafstörungen. Dann hilft dir meist der Gang zum Arzt. Alles wieder wunderbar. Bis zum nächsten gesundheitlichen Problem:

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Dies ist der Beginn eines gefährlichen Teufelskreises, der später zu einem Burnout-Zustand führen kann. Mit dem Stress und deinem Körper verhält es sich so ähnlich, wie mit einem Auto, das du im 1. Gang mit 130 Sachen über die Autobahn jagst. Der Motor wird das nicht aushalten. Dein Körper hält den Stress auf Dauer auch nicht aus, wenn Du nicht rechtzeitig dafür sorgst, das Kortisol wieder abzubauen.

Was kannst Du tun? Sorge für regelmäßige Entspannung, gönne dir Pausen. Achte auf die Zeichen deines Körpers und handle. Eher früher als später.

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Photo by Ksenia Makagonova on Unsplash

Stress & das vegetative Nervensystem

Wenn der Urzeit-Mensch plötzlich einer lebensbedrohenden Gefahr ausgesetzt war (Mammut/Säbelzahntiger, feindliche Horde aus dem Nachbartal will die Vorräte rauben, etc…), mussten im Körper schnell Veränderungen vorgenommen werden, die nicht bewusst gesteuert wurden, sondern weitgehend autonom über das vegetative Nervensystem abliefen. Das ist bis heute so. Die „Gefahren“ haben sich allerdings verändert.

Das vegetative Nervensystem unterliegt nicht unserem Willen; es reagiert autonom über den Sympathikus und den Parasympathikus. Der Sympathikus wird auch oft als „Tagnerv“ bezeichnet, weil er in den frühen Morgenstunden dafür sorgt, dass wir erwachen, aktiv werden, uns in Bewegung setzen. In belastenden, beunruhigenden oder bedrohlichen Situationen versetzt er uns in Alarmbereitschaft. Damit der betroffene Mensch reagieren bzw. sich in Bewegung setzen kann (Flüchten oder Kämpfen), muss der Körper sich in all seinen Systemen darauf vorbereiten, Leistung zu erbringen:

Zuerst reagieren die Muskeln mit erhöhter Spannung (speziell Schulter- und Nackenmuskulatur). Das Herz pumpt mehr Blut, um mehr Sauerstoff in die Zellen zu bringen, unser Puls wird schneller, der Blutdruck steigt. Die Atmung wird flacher und schneller. Die Augen schärfen sich, die Pupillen öffnen sich weit. Man nimmt mehr wahr, man hört besser. Verdauung und Blasenentleerung werden gestoppt. Erhöhte Reflexe, wir schwitzen mehr, durch die erhöhte Energiebereitstellung (Hände, Achseln, Stirn). Kurzzeitig werden sogar starke Schmerzen unterdrückt und ca. 30-60 Minuten lang wird unser Immunsystem verstärkt. Nun ist der Fokus ausschließlich auf das Überleben gerichtet – alles andere wird ausgeblendet.

Der Urzeit-Mensch konnte dann durch Kampf bzw. Flucht (Bewegung, Aktion) die freigesetzten Stresshormone Adrenalin und besonders das Langzeit-Stresshormon Kortisol wieder abbauen. Das vegetative Nervensystem fuhr die Alarmbereitschaft wieder zurück und alles war wieder in Balance. Man nennt diese gesamte Abfolge „heißen Stress“, weil er, so wie er auftaucht auch zeitnah wieder „verarbeitet“ werden kann und aus dem Körper geht.

Heutzutage passiert etwas ganz anderes. Wir leben hauptsächlich „kalten Stress“: Adrenalin und Kortisol sind im Körper unterwegs, aber wir haben kaum Gelegenheit sie schnell bzw. zeitnah wieder abzubauen.

Ein Beispiel: Du hast es sehr eilig, bist etwas zu spät dran, musst zu einem wichtigen Termin. Und dann gerätst du in einen Stau auf der Autobahn. Keine Möglichkeit, die Situation zu verlassen oder auszuweichen. Du musst warten, bis der Stau sich auflöst. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist dein Stresslevel ziemlich erhöht. Aber kaum jemand springt dann aus dem Auto und rennt schreiend davon, um den inneren Druck abzubauen. Wir warten ab, ärgern uns, das Stresshormon Kortisol kann nicht abgebaut werden. Noch ein Beispiel: Dein Chef beleidigt dich vor allen KollegInnen aufs gemeinste und in dir ist „Alarmstufe Rot“. Trotzdem wirst du ihn höchstwahrscheinlich nicht niederschlagen, obwohl alles in dir schon brodelt. Du bist wütend, kannst aber das Kortisol nicht „abreagieren“. Es bleibt in deinem Körper.

In unserer modernen Welt haben wir an fast jedem Tag stressige Situationen, mit denen wir konfrontiert sind. Statt uns aber einen Ausgleich zu schaffen, packen wir mehr und mehr Kortisol in unseren Körper. Du kannst Dir vorstellen, was passiert, wenn wir körperlich ständig in „Alarmbereitschaft“ sind. {Mehr dazu gibt es hier: Dauerstress}

Der Parasympathikus sorgt als Gegengewicht zum Sympathikus dafür, dass die Alarmbereitschaft im Körper wieder heruntergefahren wird. Er ist als Nacht- bzw. Ruhenerv dafür zuständig, jedwede Alarmbereitschaft oder Anspannung wieder aufs Normalmaß hinunterzufahren: Muskeln entspannen, Atmung beruhigen und tiefer werden lassen, Puls und Blutdruck senken, zur Ruhe kommen, einschlafen. Auch unsere Verdauung wird in diesem Teil des vegetativen Nervensystems reguliert. Außerdem kümmert sich der Parasympathikus um unseren Schlaf, erledigt diverse Reparaturen im Körper und notwendige Zell-Erneuerungen. Deshalb ist ausreichender, erholsamer Schlaf (Stress und Schlaf) so wichtig und notwendig.

Trotzdem nimmt der aktive Sympathikus in unserem Leben mehr Raum ein, als sein beruhigendes Gegenüber: Unsere Tagesaufteilung liegt in etwa bei einem Verhältnis 2:1 – also 16 Stunden Aktivität zu 8 Stunden Schlaf. Und wir tragen heutzutage immer weiter dazu bei, unseren Schlafanteil immer mehr zu reduzieren, als uns guttut. Den Sympathikus muss man bewusst abschalten, damit der Parasympathikus überhaupt eine Chance hat. Zum Beispiel zieht sich der Sympathikus gerne freiwillig zurück bei Langeweile und Routine. Langsame, immer wiederkehrende, monotone, unspannende Rituale unterstützen den Parasympathikus genauso wie Übungen, die eine tiefe Atmung fördern. zB. Yoga, autogenes Training, Meditation, moderates Joggen (du kennst die Route, dein Kopf wird frei und leer und du wirst oft recht kreativ).

Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Deinen Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT