Plastikplage

Vor kurzem kam ich auf dem Nach-Hause-Weg an einer sehr ansprechenden Auslage vorbei: „Alltag ohne Plastik“ stand da.

Geht das denn?

Ich bin also in das Geschäft rein („Sonnengrün“ – 3., Rochusgasse 19), denn ich war neugierig, was es denn dort so alles zu entdecken gibt und bin mit der Inhaberin ins Gespräch gekommen.

Elisabeth Sonnleithner erzählt, dass Plastik aus unserem Alltag einfach nicht mehr wegzudenken ist. Oft ist es zwar nützlich und lange im Einsatz, aber wir verwenden leider auch eine Unmenge an Wegwerf-Plastik und verschwenden damit wichtige Ressourcen. Oft ist es uns auch gar nicht bewusst, dass sich Plastik in vielen Produkten befindet – in Zahnpasta, im Gesichtspeeling oder im herkömmlichen Schwammtuch. Plastik ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Das Problem daran: Plastik verrottet nicht. Es zerfällt nur in immer kleinere Teilchen und das erst nach hunderten von Jahren*.

Sogenanntes Mikro-Plastik, das sich in vielen Kosmetikartikeln versteckt, ist zu klein, um gefiltert zu werden und gelangt so in Flüsse und Ozeane. Die schrecklichen Folgen davon sind mittlerweile bekannt.*  

Mit „Sonnengrün“ gibt es eine Alternative und die Möglichkeit, plastikreduzierter den Alltag zu bewältigen. Man kann den eigenen Konsum umstellen, um weitgehend plastikfrei leben, insbesondere durch die Vermeidung von Wegwerf-Plastik.

Zugegeben: es ist wirklich nicht einfach von jetzt auf gleich alle Produkte wegzulassen, die Plastik beinhalten oder in Plastik verpackt sind. Das grenzt fast schon an Utopie. Aber sich Stück für Stück vom Plastik zu befreien und wesentlich bewusster zu agieren ist sehr wohl möglich.

Ich war sehr inspiriert und die vielen nachhaltigen und innovativen Produkte haben mich begeistert. Meinen Einkauf habe ich übrigens im mitgebrachten Stoffsackerl heimgetragen ;).

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die einen Unterschied machen. Wir haben es in der Hand.

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*PLASTIKMÜLL UND MIKROPLASTIK IN UNSEREN MEEREN

Sehr viele Meeresbewohner fressen Plastik in großen Mengen, weil sie es für Futter halten und verenden daran qualvoll.  So wie z.B. der unlängst in Thailand angeschwemmte Grindwal, der 8 kg (!) an Plastiksackerln im Magen hatte. Oder es verheddern sich Delfine, Meeresschildkröten, Robben etc., in herrenlosen Fischernetzen oder ähnlichen Materialien.

„National Geographic“ hat geschätzt, dass bis zu 18 Milliarden Plastikteile jährlich in unseren Ozeanen landen. Bis sich Plastikmüll auflöst, vergehen im allerbesten Fall 450 (!) Jahre. Bis dahin richtet er enormen, nicht wieder gutzumachenden, ökologischen Schaden an. 700 Meerestierarten sind davon betroffen – viele stehen vor dem Aussterben. Plastik ist schon als Ablagerung auf dem Meeresboden und auf den Eisschollen der Arktis entdeckt worden. Oder als „bunter Strand“ an den Küsten  Osterinseln.

Mikroplastik entsteht nicht nur durch den Zerfall von Kunststoff durch UV-Sonnenlicht-Strahlen. Es wird auch von der Industrie in Güter des täglichen Gebrauchs eingearbeitet wie z.B.: Kosmetika, Zahnpasta, etc. und gelangt auch durch den Verzehr von Meerestieren wieder zurück in unseren Organismus. Man kann sich die Folgen für uns Menschen ausrechnen (oder zum Beispiel hier nachlesen.)

Sehr bewegend zum Thema Plastik und seine Auswirkungen auch Werner Bootes Film „Plastic Planet“ .

Wir sollten die Ozeane und ihre Bewohner schützen. Aus Respekt – weil sie Teil unseres Lebensraumes sind und wunderschön. Wir haben nur diese Erde und wir sollten verdammt noch mal besser auf sie aufpassen.

Es ist höchste Zeit. Lasst uns bei uns selbst beginnen.

 

Wir haben keinen PLAN(ET) B!

 

 

Wer sich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte, dem habe ich hier ein paar wenige LINKS zusammengetragen – im Internet findet sich dazu noch sehr viel mehr:

Nachfüllbar: Waschen und Putzen ohne Chemie und Müll

Blog: Top10-die-beliebtesten-plastikfreien-online-shops

Plastikfrei leben: 10 Tipps/

80 Tipps & Tricks – Plastikfrei Leben ohne Müll

87 Tipps für dein Leben ohne Plastik

Nachhaltiges Engagement in Österreich

Greenpeace Österreich

Global2000

Iamgood

Stofftaschen Bio & Fair

Film „Plastic Planet“

Ocean Cleanup Project _ Start Sept.18

 

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Anmerkung:

Ich bekomme keine Provision oder habe sonst irgendeinen Vorteil von diesem Blogartikel. Dieser Text entstand aus dem tiefen Wunsch heraus, Initiativen FÜR unseren Planeten zu fördern.