Stress

Es gibt kaum ein Wort in unserer modernen Gesellschaft, dass so oft gebraucht wird wie >STRESS<. Aber was genau bedeutet Stress eigentlich und wie entsteht er? Dieses Jahr widme ich mich in meinen Blog-Beiträgen dem Thema Stress und seinen vielen Facetten. Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Dein Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT.

 

Heutzutage sagen ja viele Menschen, sie seien gestresst. Mittlerweile verdrehen viele schon die Augen, wenn es um das Thema geht. Manchmal zu Recht, denn der Begriff wird auch sehr oft missbräuchlich verwendet und muss für etliche Dinge herhalten. Jeder Mensch versteht natürlich etwas anderes darunter, wenn er sagt: „Ich bin gestresst“. Das ist mitunter ein Problem. Denn manchmal wird Stress zum Statussymbol, weil es besser klingt, als gelangweilt zu sein oder nix zu tun zu haben. Schließlich dreht sich unsere Welt ja immer schneller und verlangt nach immer mehr Effizienz und Leistung. Stress wird in manchen Fällen auch vorgeschoben, um sich vor Verantwortung zu flüchten oder sich nicht mit einem Thema / Menschen auseinanderzusetzen zu müssen. Manchmal muss er auch als Ausrede für nicht erfolgte oder nicht ausreichende Leistungen herhalten.

Unbestritten ist jedoch, dass STRESS zu den größten gesundheitlichen Bedrohungen unserer modernen Gesellschaft zählt. Die WHO spricht sogar von DER Seuche des 21. Jahrhunderts. Im Jahr entstehen -lt. WHO- der Weltwirtschaft Kosten in Höhe von rund 850 Milliarden Euro wegen psychischer Gesundheitsprobleme. Tendenz leider steigend.

Und es ist ja auch kein Wunder. Alles wird immer schneller und schneller. Kaum mehr Zeit zu schnaufen. In meiner Jugend ging es noch viel gemächlicher zu. Wir hatten noch echte Muße-Zeiten. Mir kommt vor, das ist komplett verloren gegangen. Immer gibt es irgendwas zu checken, zu erleben, zu erledigen: „permanent entertainment“. Niemals wirkliche Ruhe, ständig prasselt irgendein Reiz auf uns ein.

Der Begriff Stress wurde durch den österr./kanadischen Arzt und Biochemiker Dr. Hans Selye in den 1940er Jahren in die Medizin eingeführt. Er bezeichnete damit ganz allgemein die Auswirkungen von Belastungen auf lebende Körper. Stress ist also die körperliche Antwort von allen Lebewesen auf Veränderungen der Lebensbedingungen oder des Umfeldes.

Aber auch auf positiven Stress (Eustress) reagiert der Körper und benötigt Ruhephasen. Auf der körperlichen Ebene ist es nicht relevant, ob wir eine Situation als positiv oder negativ einstufen. In China z.B. gilt auch die übergroße Freude als Möglichkeit aus der Balance zu geraten. Prinzipiell ist Stress nichts Schlechtes. Er verhilft uns kurzfristig zu Höchstleistungen – aber als Dauerzustand gefährdet er massiv unsere Gesundheit.

Stress ist nicht nur ein Produkt unserer Zeit. Auch in früheren Epochen haben Hunger, Krieg, Flucht, Umweltkatastrophen, etc. Stress ausgelöst. Die Auslöser heute sind natürlich andere und auch die Möglichkeiten, damit umzugehen haben sich verändert. Die Wahrnehmung, Bewusstheit und Akzeptanz in der Gesellschaft spielen selbstverständlich auch eine wichtige Rolle bei den Betroffenen.

Stress entsteht, wenn viele Veränderungen unseres Lebens oder der augenblicklichen Situation in kurzer Zeit erfolgen. Zu schnell für das Eintrainieren einer neuen Verhaltensweise (Stressbewältigung nach Lazarus). Wenn wir das Gefühl haben, unsere bisherigen Bewältigungserfahrung reichen nicht aus. Und wenn es zu einem Kontrollverlust über das eigene Leben kommt und/oder kein Ende ersichtlich ist.

Was löst Stress – in welcher Form auch immer – in uns aus? Warum hat uns die Natur dieses Reaktionsmodell mitgegeben? Stressreaktionen sind Schutzreaktionen vor Gefahren. Damit wir als Individuum und als Art überleben können.

Mehr dazu im nächsten Beitrag. Stay tuned.

 

 

Foto: stock-photography-25QCezs8-oo-unsplash

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