Stressbewältigung

Unser ganzes Leben lang sind wir mit den verschiedensten Belastungen konfrontiert. Diese können unterschiedlich gestaltet sein, uns unterschiedlich stressen, denn jeder von uns hat ein ganz individuelles Stressempfinden bzw. Situationen, Themen, etc., die bei ihm Stress auslösen. 

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Wenn auf der einen Seite ständig Belastungen in unser „Fass“ laufen, versucht unser Körper immer ein Gleichgewicht herzustellen. Wenn allerdings die Menge oder Stärke der Stressauslöser so heftig ansteigt, dass sie meine verfügbaren Ressourcen übersteigen und ich außerdem (über meine interne Bewertung) feststelle, dass meine Problemlösungs-Kompetenzen nicht für die Erledigung der aktuellen Anforderung(en) reichen, dann läuft das „Fass“ über – ein bedrohlicher Zustand für den Organismus.

An der Basis unseres Lebensfasses findet sich die Bereitschaft zur Reaktion (Disposition), die sehr individuell ausgeprägt ist. Manche Menschen schreiten zur Tat, andere wieder verharren „regungslos“ wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange in ihrem Problem.

Das Lazarus-­‐Modell (1974 – Psychologe Dr. Richard Lazarus) greift diese Thematik auf: Alle Reize, die aus unserer Umgebung auf uns einwirken, werden durch einen persönlich geprägten Filter geschickt und unsere Sinnesorgane alarmieren uns „nur“ bei Veränderungen und dann müssen wir blitzschnell eine Bewertung der Situation vornehmen. Fällt die Bewertung negativ aus und erkenne ich dann auch noch, dass meine Kompetenzen diese Situation nicht bewältigen können, dann wird das „Stress-Programm“ ausgespielt.


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Der nächste Schritt wäre nun die Stressbewältigung (Coping):

  1. Kann ich die Situation ändern? (Problemorientiert) oder
  2. Kann ich meine Einstellung ändern? (Lösungsorientiert)

Optimalerweise geschieht beides, erweitert so unseren Erfahrungsschatz und verändert die zukünftigen Bewertungen. Das stärkt unsere allgemeine Resilienz. (LINK September)

Stress-Management – Coaching:

Bei der Bewältigung von Stress kannst du entweder dein individuelles Thema selbst oder dein Umfeld (z.B. Abläufe in einer Firma, Familie) anschauen. Stress ist ein multifunktionales Geschehen, bei dem man drei sich überschneidende Ebenen unterscheiden kann. Je nachdem, an welchem Baustein man ansetzen mag, gibt es drei Wege zur individuellen Belastungsbewältigung:Screenshot 2020-01-22 11.43.45

„Was stresst mich?“ – Da nennen die meisten Menschen meist etwas aus ihrem Umfeld: Beruf, Kollegen, Chef, Zeitdruck, Beziehung, Kinder, Eltern, Finanzen, Wohnung, bevorstehende Prüfung, … etc.

„Was trage ich selbst dazu bei?“ zeigt die individuelle Stressneigung. Das ist sozusagen die Summe aus der Lebenserfahrung, was man in der Kindheit immer erzählt bekommen hat, welchen zusätzlichen Druck man sich selber macht, diverse Glaubenssätze (Stichwort: Innerer Antreiber, brave-Tochter-Syndrom).

Und schließlich die Frage „Was macht der Stress mit mir?“, denn diese holt die Auswirkungen auf Leben, Körper und Seele ins Bewusstsein: zB. Welche Krankheiten zeigen sich schon? Bin ich nervöser als sonst? Schlafe ich schlecht?

Falls Dich das Thema triggert…an dieser Stelle mein Angebot als Coach im Stress-Management & als Entspannungs- und Achtsamkeitstrainerin: Lass uns deine Themen gemeinsam beleuchten, deinen Stressoren auf die Spur kommen und Möglichkeiten erarbeiten, wie du diese reduzieren kannst. Ich unterstütze Dich gerne dabei: KONTAKT

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Stressbedingte Erkrankungen

Deine Gesundheit ist zerbrechlich. Auch wenn es dir nicht so vorkommt.

In unserer modernen Welt haben wir an fast jedem Tag stressige Situationen, mit denen wir konfrontiert sind. Stress an sich ist aber nicht das Problem, solange immer wieder ausreichend Ruhe- und Erholungsphasen eingebaut werden. Forschungen haben ergeben, dass ein gesunder Organismus rund 100 Minuten braucht, um alle Stresshormone abzubauen und die Stressauswirkungen zu neutralisieren. Statt uns aber einen Ausgleich zu schaffen, packen wir tagtäglich mehr und mehr Kortisol in unseren Körper. Du kannst Dir vorstellen, was passiert, wenn wir körperlich ständig in „Alarmbereitschaft“ sind.

Die gesamten Kraftreserven werden vom Stress aufgebraucht, mit dem Ergebnis, dass andere wichtige Körperfunktionen leiden. Trotz hohem Energieverbrauch läuft die Verdauung auf Sparflamme und der Körper wird nicht optimal mit Nährstoffen versorgt. Unser Körper sucht die Balance, versucht, dich gesund zu erhalten, gleicht aus. Und irgendwann kann er nicht mehr. Dann taucht das erste kleine Wehwehchen auf, dann zwickts mal hier und da, oder du hast regelmäßig Schlafstörungen. Dann hilft dir meist der Gang zum Arzt. Alles wieder wunderbar. Bis zum nächsten gesundheitlichen Problem:

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Dies ist der Beginn eines gefährlichen Teufelskreises, der später zu einem Burnout-Zustand führen kann. Mit dem Stress und deinem Körper verhält es sich so ähnlich, wie mit einem Auto, das du im 1. Gang mit 130 Sachen über die Autobahn jagst. Der Motor wird das nicht aushalten. Dein Körper hält den Stress auf Dauer auch nicht aus, wenn Du nicht rechtzeitig dafür sorgst, das Kortisol wieder abzubauen.

Was kannst Du tun? Sorge für regelmäßige Entspannung, gönne dir Pausen. Achte auf die Zeichen deines Körpers und handle. Eher früher als später.

Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Deinen Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT

 

 

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Stress

Es gibt kaum ein Wort in unserer modernen Gesellschaft, dass so oft gebraucht wird wie >STRESS<. Aber was genau bedeutet Stress eigentlich und wie entsteht er? Dieses Jahr widme ich mich in meinen Blog-Beiträgen dem Thema Stress und seinen vielen Facetten. Falls Dich das Thema triggert, Fragen auftauchen, oder Du Dein Stresslevel endlich reduzieren willst, unterstütze ich Dich gerne dabei: KONTAKT.

 

Heutzutage sagen ja viele Menschen, sie seien gestresst. Mittlerweile verdrehen viele schon die Augen, wenn es um das Thema geht. Manchmal zu Recht, denn der Begriff wird auch sehr oft missbräuchlich verwendet und muss für etliche Dinge herhalten. Jeder Mensch versteht natürlich etwas anderes darunter, wenn er sagt: „Ich bin gestresst“. Das ist mitunter ein Problem. Denn manchmal wird Stress zum Statussymbol, weil es besser klingt, als gelangweilt zu sein oder nix zu tun zu haben. Schließlich dreht sich unsere Welt ja immer schneller und verlangt nach immer mehr Effizienz und Leistung. Stress wird in manchen Fällen auch vorgeschoben, um sich vor Verantwortung zu flüchten oder sich nicht mit einem Thema / Menschen auseinanderzusetzen zu müssen. Manchmal muss er auch als Ausrede für nicht erfolgte oder nicht ausreichende Leistungen herhalten.

Unbestritten ist jedoch, dass STRESS zu den größten gesundheitlichen Bedrohungen unserer modernen Gesellschaft zählt. Die WHO spricht sogar von DER Seuche des 21. Jahrhunderts. Im Jahr entstehen -lt. WHO- der Weltwirtschaft Kosten in Höhe von rund 850 Milliarden Euro wegen psychischer Gesundheitsprobleme. Tendenz leider steigend.

Und es ist ja auch kein Wunder. Alles wird immer schneller und schneller. Kaum mehr Zeit zu schnaufen. In meiner Jugend ging es noch viel gemächlicher zu. Wir hatten noch echte Muße-Zeiten. Mir kommt vor, das ist komplett verloren gegangen. Immer gibt es irgendwas zu checken, zu erleben, zu erledigen: „permanent entertainment“. Niemals wirkliche Ruhe, ständig prasselt irgendein Reiz auf uns ein.

Der Begriff Stress wurde durch den österr./kanadischen Arzt und Biochemiker Dr. Hans Selye in den 1940er Jahren in die Medizin eingeführt. Er bezeichnete damit ganz allgemein die Auswirkungen von Belastungen auf lebende Körper. Stress ist also die körperliche Antwort von allen Lebewesen auf Veränderungen der Lebensbedingungen oder des Umfeldes.

Aber auch auf positiven Stress (Eustress) reagiert der Körper und benötigt Ruhephasen. Auf der körperlichen Ebene ist es nicht relevant, ob wir eine Situation als positiv oder negativ einstufen. In China z.B. gilt auch die übergroße Freude als Möglichkeit aus der Balance zu geraten. Prinzipiell ist Stress nichts Schlechtes. Er verhilft uns kurzfristig zu Höchstleistungen – aber als Dauerzustand gefährdet er massiv unsere Gesundheit.

Stress ist nicht nur ein Produkt unserer Zeit. Auch in früheren Epochen haben Hunger, Krieg, Flucht, Umweltkatastrophen, etc. Stress ausgelöst. Die Auslöser heute sind natürlich andere und auch die Möglichkeiten, damit umzugehen haben sich verändert. Die Wahrnehmung, Bewusstheit und Akzeptanz in der Gesellschaft spielen selbstverständlich auch eine wichtige Rolle bei den Betroffenen.

Stress entsteht, wenn viele Veränderungen unseres Lebens oder der augenblicklichen Situation in kurzer Zeit erfolgen. Zu schnell für das Eintrainieren einer neuen Verhaltensweise (Stressbewältigung nach Lazarus). Wenn wir das Gefühl haben, unsere bisherigen Bewältigungserfahrung reichen nicht aus. Und wenn es zu einem Kontrollverlust über das eigene Leben kommt und/oder kein Ende ersichtlich ist.

Was löst Stress – in welcher Form auch immer – in uns aus? Warum hat uns die Natur dieses Reaktionsmodell mitgegeben? Stressreaktionen sind Schutzreaktionen vor Gefahren. Damit wir als Individuum und als Art überleben können.

Mehr dazu im nächsten Beitrag. Stay tuned.

 

 

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